FLIR Report Studio‎

Benutzerhandbuch

FLIR Report Studio‎

1.3

1  Haftungsausschluss

1.1  Haftungsausschluss

Für alle von FLIR Systems hergestellten Produkte gilt eine Garantie auf Material- und Produktionsmängel von einem (1) Jahr ab dem Lieferdatum des ursprünglichen Erwerbs, wenn diese Produkte unter normalen Bedingungen und gemäß den Anweisungen von FLIR Systems gelagert, verwendet und betrieben wurden.
Für Produkte, die in von FLIR Systems an den Erstkäufer gelieferten Systemen enthalten sind, jedoch nicht von FLIR Systems hergestellt wurden, gelten, falls vorhanden, die Garantiebestimmungen des entsprechenden Zulieferers. FLIR Systems übernimmt für solche Produkte keinerlei Haftung.
Die Garantie gilt ausschließlich gegenüber dem Erstkäufer und ist nicht übertragbar. Die Garantie entfällt, wenn Produkte nicht bestimmungsgemäß verwendet, nicht ordnungsgemäß gewartet, durch höhere Gewalt beschädigt oder unter nicht vorgesehenen Betriebsbedingungen eingesetzt wurden. Verschleißteile sind von der Garantie ausgeschlossen.
Um zusätzliche Schäden zu vermeiden, darf ein Produkt, welches unter diese Garantie fällt, im Falle eines Fehlers nicht weiter genutzt werden. Der Käufer ist verpflichtet, FLIR Systems jeden aufgetretenen Fehler sofort zu melden. Andernfalls verliert diese Garantie ihre Gültigkeit.
FLIR Systems wird nach eigenem Ermessen jedes fehlerhafte Produkt kostenlos reparieren oder ersetzen, falls sich nach einer Untersuchung des Produkts herausstellt, dass ein Material- oder Produktionsmangel vorliegt, und das Produkt innerhalb der erwähnten Einjahresfrist an FLIR Systems zurückgegeben wurde.
FLIR Systems übernimmt außer den oben vereinbarten Verpflichtungen und Haftungen für Mängel keine weiteren Verpflichtungen und Haftungen.
Weitere Garantien sind weder ausdrücklich noch stillschweigend vereinbart. Insbesondere lehnt FLIR Systems alle stillschweigenden Garantien der Handelsfähigkeit oder der Eignung für einen bestimmten Zweck ab.
FLIR Systems haftet nicht für unmittelbare, mittelbare, besondere, beiläufig entstandene Schäden oder Folgeschäden und Verluste, unabhängig davon, ob sich diese aus Verträgen, Haftungen aus unerlaubter Handlung oder sonstigen Rechtsgrundlagen ergeben.
Diese Garantie unterliegt schwedischem Recht.
Jegliche Rechtsstreitigkeiten, Klagen oder Forderungen, die sich aus dieser Garantie ergeben oder damit in Verbindung stehen, werden gemäß den Bestimmungen des Schiedsgerichtsinstituts der Handelskammer Stockholm entschieden. Gerichtsstandort ist Stockholm. Das Schiedsverfahren wird in englischer Sprache durchgeführt.

1.2  Nutzungsstatistiken

FLIR Systems behält sich das Recht vor, anonyme Nutzungsstatistiken zur erstellen, um die Qualität der Software und Dienstleistungen des Unternehmens zu sichern und zu verbessern.

1.3  Änderungen der Registrierung

Der Registrierungseintrag HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa\LmCompatibilityLevel wird automatisch in Stufe 2 geändert, wenn der FLIR Camera Monitor-Dienst erkennt, dass eine FLIRKamera über ein USB-Kabel mit dem Computer verbunden ist. Diese Änderung erfolgt nur, wenn das Kameragerät einen Remote-Netzwerkdienst implementiert, der Netzwerkanmeldungen unterstützt.

1.4  Urheberrecht

© 2016, FLIR Systems, Inc.. Alle Rechte weltweit vorbehalten. Ohne die vorherige schriftliche Genehmigung von FLIR Systems darf die Software einschließlich des Quellcodes – weder ganz noch in Teilen – in keiner Form, sei es elektronisch, magnetisch, optisch, manuell oder auf andere Weise, vervielfältigt, übertragen, umgeschrieben oder in eine andere Sprache oder Computersprache übersetzt werden.
Ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FLIR Systems ist es nicht gestattet, diese Dokumentation oder Teile davon zu vervielfältigen, zu photokopieren, zu reproduzieren, zu übersetzen oder auf ein elektronisches Medium oder in eine maschinenlesbare Form zu übertragen.
Namen und Marken, die auf den hierin beschriebenen Produkten erscheinen, sind entweder registrierte Marken oder Marken von FLIR Systems und/oder seinen Niederlassungen. Alle anderen Marken, Handelsnamen oder Firmennamen in dieser Dokumentation werden nur zu Referenzzwecken verwendet und sind das Eigentum der jeweiligen Besitzer.

1.5  Qualitätssicherung

Das für die Entwicklung und Herstellung dieser Produkte eingesetzte Qualitätsmanagementsystem wurde nach dem Standard ISO 9001 zertifiziert.
FLIR Systems setzt auf eine ständige Weiterentwicklung. Aus diesem Grunde behalten wir uns das Recht vor, an allen Produkten Änderungen und Verbesserungen ohne vorherige Ankündigung vorzunehmen.

2  Hinweise für Benutzer

2.1  Benutzerforen

In unseren Benutzerforen können Sie sich mit anderen Thermografen auf der ganzen Welt über Ideen, Probleme und Infrarotlösungen austauschen. Die Foren finden Sie hier:
http://forum.infraredtraining.com/

2.2  Schulung

Informationen zu Schulungen im Bereich Infrarottechnik finden Sie hier:

2.3  Aktualisierung der Dokumentation

Unsere Handbücher werden mehrmals jährlich aktualisiert. Zudem veröffentlichen wir regelmäßig auch wichtige Änderungsmitteilungen zu Produkten.
Die neuesten Handbücher, Handbuchübersetzungen und Mitteilungen finden Sie auf der Registerkarte Download unter:
Die Online-Registrierung dauert nur wenige Minuten. Im Download-Bereich finden Sie auch die neuesten Versionen von Handbüchern unserer anderen Produkte sowie Handbücher für historische und ausgelaufene Modelle.

2.4  Software-Updates

FLIR Systems veröffentlicht regelmäßig Software-Updates, und Sie können die Software mit diesem Update-Service aktualisieren. Abhängig von Ihrer Software finden Sie den Update-Service an einer oder beiden der folgenden Stellen:
  • Start > FLIR Systems > [Software] > Auf Aktualisierungen prüfen.
  • Hilfe > Auf Aktualisierungen prüfen.

2.5  Wichtiger Hinweis zu diesem Handbuch

FLIR Systems veröffentlicht generische Handbücher, die sich auf mehrere Software-Versionen einer Software-Suite beziehen.
Das bedeutet, dass dieses Handbuch Beschreibungen und Erläuterungen enthalten kann, die möglicherweise nicht auf Ihre Software-Version zutreffen.

2.6  Zusätzliche Lizenzinformationen

Für jede erworbene Softwarelizenz darf die Software auf zwei Geräten installiert, aktiviert und verwendet werden, z. B. auf einem Laptop-Computer für die Datenerhebung vor Ort und auf einem Desktop-Computer für die Analyse im Büro.

3  Hilfe für Kunden

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3.1  Allgemein

Die Kundenhilfe finden Sie hier:

3.2  Fragen stellen

Um eine Frage an das Team der Kundenhilfe stellen zu können, müssen Sie sich als Benutzer registrieren. Die Online-Registrierung nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Sie müssen kein registrierter Benutzer sein, um in der Informationsdatenbank nach vorhandenen Fragen und Antworten suchen zu können.
Wenn Sie eine Frage stellen möchten, sollten Sie folgende Informationen zur Hand haben:
  • Kameramodell
  • Seriennummer der Kamera
  • Kommunikationsprotokoll oder -methode zwischen Kamera und Ihrem Gerät (z. B. SD-Kartenlesegerät, HDMI, Ethernet, USB oder FireWire)
  • Gerätetyp (PC/Mac/iPhone/iPad/Android-Gerät usw.)
  • Versionen sämtlicher Programme von FLIR Systems
  • Vollständiger Name, Veröffentlichungs- und Revisionsnummer des Handbuchs

3.3  Downloads

Darüber hinaus sind auf der Supportseite folgende Downloads verfügbar, falls sie für das Produkt zutreffend sind:
  • Firmware-Updates für Ihre Infrarotkamera.
  • Programm-Updates für Ihre PC-/Mac-Software
  • Freeware und Evaluierungsversionen von PC-/Mac-Software.
  • Benutzerdokumentation für aktuelle, ausgelaufene und historische Produkte.
  • Technische Zeichnungen (im *.dxf- und *.pdf-Format).
  • CAD-Datenmodelle (im *.stp-Format).
  • Anwendungsberichte.
  • Technische Datenblätter.
  • Produktkataloge.

4  Einleitung

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FLIR Report Studio ist eine Software-Suite, die eine einfache Möglichkeit zum Erstellen von Untersuchungsberichten bietet.
Mit FLIR Report Studio können Sie beispielsweise Folgendes durchführen:
  • Bilder von der Kamera auf den Computer importieren.
  • Messwerkzeuge in einem beliebigen Infrarotbild hinzufügen, verschieben und deren Größe ändern.
  • Zu jedem gewünschten Bild Microsoft Word- und PDF-Berichte erstellen.
  • Zu Berichten Kopfzeilen, Fußzeilen und Logos hinzufügen.
  • Ihre eigenen Berichtsvorlagen erstellen.

5  Installation

5.1  Systemanforderungen

5.1.1  Betriebssystem

FLIR Report Studio unterstützt USB 2.0- und 3.0-Kommunikation für die folgenden PC-Betriebssysteme:
  • Microsoft Windows 7, 32-Bit.
  • Microsoft Windows 7, 64-Bit.
  • Microsoft Windows 8, 32-Bit.
  • Microsoft Windows 8, 64-Bit.
  • Microsoft Windows 10, 32-Bit.
  • Microsoft Windows 10, 64-Bit.

5.1.2  Hardware

  • PC mit Dual-Core-2-GHz-Prozessor.
  • Min. 4 GB RAM (8 GB empfohlen)
  • 128-GB-Festplatte mit mindestens 15 GB freiem Festplattenspeicher.
  • DVD-ROM-Laufwerk
  • Unterstützung für DirectX 9-Grafiken mit:
    • WDDM-Treiber
    • 128 MB Grafikspeicher (Minimum)
    • Pixel Shader 2.0 in Hardware
    • 32 Bit per Pixel
  • SVGA-Monitor (1024 × 768 oder höhere Auflösung).
  • Internetzugang (möglicherweise kostenpflichtig)
  • Audioausgang
  • Tastatur und Maus oder kompatibles Zeigegerät.

5.2  Installation von FLIR Report Studio‎

5.2.1  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

6  Verwalten von Lizenzen

6.1  Aktivieren Ihrer Lizenz

6.1.1  Allgemein

Wenn Sie FLIR Report Studio zum ersten Mal starten, können Sie eine der folgenden Optionen auswählen:
  • FLIR Report Studio online aktivieren.
  • FLIR Report Studio per E-Mail aktivieren.
  • FLIR Report Studio kaufen und eine Seriennummer zur Aktivierung erhalten.
  • FLIR Report Studio kostenlos während eines Testzeitraums verwenden.

6.1.2  Abbildung

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Abbildung 6.1  Das Dialogfeld „Aktivierung“.

6.1.3  Online-Aktivierung von FLIR Report Studio‎

6.1.4  Aktivierung von FLIR Report Studio‎ per E-Mail

6.1.5  Aktivierung von FLIR Report Studio‎ auf einem Computer ohne Internetzugang

Wenn Ihr Computer nicht über Internetzugang verfügt, können Sie den Freischaltcode per E-Mail von einem anderen Computer anfordern.

6.2  Übertragen Ihrer Lizenz

6.2.1  Allgemein

Sie können eine Lizenz von einem Computer auf einen anderen übertragen, solange Sie dabei nicht die Anzahl an erworbenen Lizenzen überschreiten.
So können Sie die Software beispielsweise auf einem Desktop-Computer und einem Laptop verwenden.

6.2.2  Abbildung

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Abbildung 6.5  Lizenz-Viewer (nur Beispielabbildung).

6.2.3  Vorgehensweise

6.3  Aktivieren weiterer Softwaremodule

6.3.1  Allgemein

Für einen Teil der Software können Sie weitere Module von FLIR Systems erwerben. Diese Module können Sie erst benutzen, nachdem Sie sie aktiviert haben.

6.3.2  Abbildung

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Abbildung 6.6  Lizenz-Viewer mit einer Ansicht der verfügbaren Softwaremodule (nur Beispielabbildung).

6.3.3  Vorgehensweise

7  Anmelden

7.1  Allgemein

Beim ersten Starten von FLIR Report Studio müssen Sie sich mit einem FLIR-Kunden-Support-Konto anmelden. Wenn Sie bereits über ein FLIR-Kunden-Support-Konto verfügen, können Sie dieselben Anmeldedaten verwenden.
  • Während des Anmeldens muss eine Internetverbindung bestehen.
  • Solange Sie sich nicht abmelden, ist keine erneute Anmeldung erforderlich, um FLIR Report Studio zu verwenden.

7.2  Anmeldevorgang

Gehen Sie folgendermaßen vor:

7.3  Abmelden

Normalerweise ist es nicht nötig, sich abzumelden. Falls Sie sich abmelden, müssen Sie sich erneut anmelden, um FLIR Report Studio zu starten.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

8  Arbeitsablauf

8.1  Allgemein

Bei einer Infrarotuntersuchung folgen Sie einem bestimmten Arbeitsablauf. Dieser Abschnitt enthält ein Beispiel eines Arbeitsablaufs bei einer Infrarotuntersuchung.

9  Erstellen von Infrarotberichten

9.1  Allgemein

Mit dem FLIR Report Studio-Assistenten können Sie einfach und effizient Berichte erstellen. Mit dem Assistenten haben Sie die Möglichkeit, Ihren Bericht an Ihre Bedürfnisse anzupassen bevor er erstellt wird. Sie können verschiedene Berichtsvorlagen auswählen, Bilder hinzufügen, Bilder bearbeiten, Bilder nach oben oder nach unten verschieben und Berichteigenschaften wie Kundeninformationen und Informationen zur Untersuchung hinzufügen.
Einen Bericht erstellen Sie am einfachsten mithilfe des FLIR Report Studio-Assistenten. Sie können eine Bericht jedoch auch auf Basis eines leeren Microsoft Word-Dokuments erstellen, indem Sie Objekte hinzufügen und entfernen und die Eigenschaften der Objekte wie im Abschnitt 12.2 Verwalten von Objekten im Bericht beschrieben ändern.

9.2  Berichtsarten

Sie können die folgenden Arten von Berichten mit dem FLIR Report Studio-Assistenten erstellen:
Zum Lieferumfang von FLIR Report Studio gehören verschiedene Berichtsvorlagen. Sie können auch eigene Vorlagen erstellen (siehe Abschnitt 13 Erstellen einer Berichtsvorlage).

9.3  Bildschirmelemente des FLIR Report Studio‎-Assistenten

9.3.1  Vorlagenfenster

9.3.1.1  Abbildung

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9.3.1.2  Erläuterung

9.3.2  Bildfenster

9.3.2.1  Abbildung

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9.3.2.2  Erläuterung

9.3.3.1  Das Menü Datei

Das Menü Datei umfasst die folgenden Optionen:
  • Sitzung speichern. Klicken Sie auf diese Option, um eine Sitzung zu speichern. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 9.5 Speichern einer Sitzung.
  • Sitzung laden. Klicken Sie auf diese Option, um eine Sitzung zu laden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 9.5 Speichern einer Sitzung.
  • Beenden. Klicken Sie auf diese Option, um den FLIR Report Studio-Assistenten zu beenden. Dadurch wird die Anwendung geschlossen und alle ungespeicherten Daten gehen verloren.

9.3.3.2  Menü Optionen

Das Menü Optionen umfasst die folgenden Optionen:
  • Einstellungen. Klicken Sie auf diese Option, um Das Dialogfeld Optionen anzuzeigen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 9.6 Ändern der Einstellungen.

9.3.3.3  Menü Hilfe

Das Menü Hilfe umfasst die folgenden Optionen:
  • Dokumentation. Klicken Sie auf Online, um die neuesten Hilfedateien aus dem Internet anzuzeigen, oder klicken Sie auf Offline, um die Hilfedateien anzuzeigen, die auf dem Computer installiert sind.
  • FLIR Store. Klicken Sie auf diese Option, um zur FLIR Webshop-Seite zu navigieren.
  • FLIR Support Center. Klicken Sie auf diese Option, um zum FLIR Support Center zu navigieren.
  • Lizenzinformationen. Klicken Sie auf diese Option, um den Lizenz-Viewer anzuzeigen.
  • FLIR Lizenz überprüfen. (Diese Option ist aktiviert, wenn Sie Ihre FLIR Report Studio-Lizenz noch nicht aktiviert haben.) Klicken Sie auf diese Option, um das Aktivierungsdialogfeld zu öffnen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 6 Verwalten von Lizenzen.
  • Auf Aktualisierungen prüfen. Klicken Sie auf diese Option, um auf Software-Updates zu prüfen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 15 Software-Update.
  • Informationen zu. Klicken Sie auf diese Option, um den aktuellen Versionsstand von FLIR Report Studio anzuzeigen.

9.4  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

9.5  Speichern einer Sitzung

Eine Sitzung ist eine Möglichkeit, einen Bericht zu speichern, der im FLIR Report Studio-Assistenten noch nicht abgeschlossen wurde. Sie können eine gespeicherte Sitzung im FLIR Report Studio-Assistenten laden und mit dem Bericht später fortfahren.
Führen Sie im FLIR Report Studio-Assistenten Folgendes aus:
  • Wählen Sie zum Speichern einer Sitzung Datei > Sitzung speichern aus.
  • Wählen Sie zum Laden einer Sitzung Datei > Sitzung laden aus.

9.6  Ändern der Einstellungen

Sie können die Einstellungen für den FLIR Report Studio-Assistenten ändern.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

10  Importieren von Bildern von der Kamera

10.1  Allgemein

Sie können Bilder von einer mit dem Computer verbundenen Kamera importieren.

10.2  Vorgehensweise für den Import

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11  Analyse und Bearbeitung von Bildern

11.1  Allgemein

FLIR Report StudioImage Editor ist ein leistungsstarkes Programm zur Analyse und Bearbeitung von Infrarotbildern.
Dies sind einige der Funktionen und Einstellungen, die Sie verändern können:
  • Hinzufügen von Messwerkzeugen.
  • Einstellen des Infrarotbilds.
  • Ändern der Farbverteilung.
  • Ändern der Farbpalette.
  • Ändern des Bildmodus.
  • Arbeiten mit Farbalarmen und Isothermen.
  • Ändern der Messparameter

11.2  Starten von Image Editor‎

Sie können Image Editor aus dem FLIR Report Studio-Assistenten und aus FLIR Word Add-in heraus starten.

11.2.1  Starten von Image Editor‎ über den FLIR Report Studio‎-Assistenten

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.2.2  Starten von Image Editor‎ über FLIR Word Add-in‎

Sie können Image Editor über einen bearbeitbaren Infrarotbericht starten.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.3  Image Editor‎-Bildschirmelemente

11.3.1  Abbildung

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11.3.2  Erläuterung

11.4  Grundlegende Bildbearbeitungsfunktionen

11.4.1  Bild drehen

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.4.2  Zuschneiden des Bildes

Sie können ein Bild zuschneiden und das zugeschnittene Bild als Kopie des Originalbilds speichern.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.5  Arbeiten mit Messwerkzeugen

11.5.1  Allgemein

Um die Temperatur zu messen, können Sie ein oder mehrere Messwerkzeuge verwenden, z. B. einen Punkt, ein Rechteck, einen Kreis oder eine Linie.
Wenn Sie ein Messwerkzeug zum Bild hinzufügen, werden die gemessenen Temperaturen im rechten Fensterbereich von Image Editor angezeigt. Die Einstellung des Werkzeugs wird außerdem in der Bilddatei gespeichert und die gemessene Temperatur steht für die Anzeige im Infrarotbericht zur Verfügung.

11.5.2  Hinzufügen eines Messwerkzeugs

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.5.3  Messwerkzeuge verschieben oder ihre Größe ändern

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.5.4  Lokale Markierungen für ein Messwerkzeug erstellen

11.5.4.1  Allgemein

Image Editor berücksichtigt alle bestehenden Markierungen für ein Messwerkzeug wie in der Kamera eingerichtet. Es kann allerdings vorkommen, dass Sie eine Markierung hinzufügen möchten, während das Bild analysiert wird. Hierfür verwenden Sie lokale Markierungen.

11.5.4.2  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.5.5  Flächenberechnung

11.5.5.1  Allgemein

Die in den Bildparameterdaten enthaltene Entfernung kann als Ausgangswert für Flächenberechnungen verwendet werden. Flächenberechnungen werden beispielsweise verwendet, um die Größe einer Feuchtstelle an einer Wand abzuschätzen.
Um den Flächeninhalt einer Oberfläche zu berechnen, müssen Sie im Bild ein Rechteck- oder Kreismesswerkzeug hinzufügen. Image Editor berechnet den Flächeninhalt der vom Rechteck- oder Kreismesswerkzeug markierten Fläche. Dabei handelt es sich um eine grobe Berechnung des Flächeninhalts, die auf dem Entfernungswert basiert.
11.5.5.1.1  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.5.5.1.2  Längenberechnung
11.5.5.1.2.1  Allgemein
Die in den Bildparameterdaten enthaltene Entfernung kann als Ausgangswert für Längenberechnungen verwendet werden.
Um die Länge zu berechnen, müssen Sie im Bild ein Linienmesswerkzeug hinzufügen. Image Editor berechnet eine ungefähre Linienlänge basierend auf dem Entfernungswert.
11.5.5.1.2.1.1  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.5.6  Konfigurieren von Differenzberechnungen

11.5.6.1  Allgemein

Eine Differenzberechnung ergibt die Differenz (Delta) zwischen zwei Temperaturen, z. B. zweier Punkte, oder einem Punkt und der Maximaltemperatur im Bild.

11.5.6.2  Vorgehensweise

11.5.6.2.1  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.5.7  Löschen eines Messwerkzeugs

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.6  Einstellen des Infrarotbilds

11.6.1  Allgemein

Infrarotbilder können automatisch oder manuell eingestellt werden.
In Image Editor können Sie den oberen und unteren Grenzwert der Temperaturskala manuell ändern. Hierdurch wird die Analyse des Bildes vereinfacht. Sie können beispielsweise die Werte der Temperaturskala entsprechend der Temperatur eines bestimmten Objekts im Bild anpassen. Auf diese Weise ist es möglich, Anomalien und kleinere Temperaturdifferenzen im entsprechenden Bildbereich zu erkennen.
Wenn Sie ein Bild automatisch einstellen, stellt Image Editor für das Bild die beste Bildhelligkeit und den besten Kontrast ein. Das bedeutet, dass die Farbinformationen über die im Bild vorhandenen Temperaturen verteilt werden.
In einigen Fällen kann das Bild jedoch sehr heiße oder sehr kalte Bereiche außerhalb des Bereichs aufweisen, welcher für Sie von Interesse ist. In diesen Fällen sollten Sie diese Bereiche bei der automatischen Einstellung des Bildes ausschließen und die Farbinformation nur für die Temperaturen im für Sie interessanten Bereich verwenden. Dies erreichen Sie, indem Sie einen Bereich für die automatische Einstellung definieren.

11.6.2  Beispiel 1

Sie sehen hier zwei Infrarotbilder eines Gebäudes. Im linken Bild, das automatisch angepasst wurde, wird die Analyse durch die große Temperaturspanne zwischen dem klaren Himmel und dem beheizten Gebäude erschwert. Sie können eine detailliertere Gebäudeanalyse durchführen, wenn Sie für die Temperaturskala Werte wählen, die in etwa den Temperaturen des Gebäudes entsprechen.
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Automatisch
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Manuell

11.6.3  Beispiel 2

Sie sehen hier zwei Infrarotbilder eines Trennschalters einer Starkstromleitung. Um die Analyse der Temperaturvariationen im Trennschalter zu erleichtern, wurde die Temperaturskala im rechten Bild in Werte geändert, die in etwa der Temperatur des Trennschalters entsprechen.
Graphic
Automatisch
Graphic
Manuell

11.6.4  Ändern der Temperaturwerte

Gehen Sie folgendermaßen vor:

Graphic

11.6.5  Automatische Bildeinstellung

Gehen Sie folgendermaßen vor:

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11.6.6  Einen Bereich für das automatische Anpassen definieren

Eine automatische Einstellung des Bereichs legt den oberen und unteren Grenzwert der Temperaturskala auf die maximalen und minimalen Temperaturen in diesem Bereich fest. Dadurch, dass die Farbinformationen nur für die relevanten Temperaturen verwendet werden, erkenne Sie mehr Einzelheiten im für Sie interessanten Bereich.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.7  Ändern der Farbverteilung

11.7.1  Allgemein

Sie können die Farbverteilung eines Bildes ändern. Mit einer anderen Farbverteilung lässt sich ein Bild unter Umständen genauer analysieren.

11.7.2  Definitionen

Sie können zwischen den folgenden Farbverteilungen wählen:
  • Temperatur linear: Bei dieser Bilddarstellungsmethode werden die Farbinformationen im Bild linear zu den Temperaturwerten der Pixel verteilt.
  • Histogrammausgleich: Bei dieser Bilddarstellungsmethode werden die Farbinformationen über die im Bild vorhandenen Temperaturen verteilt. Diese Methode der Informationsverteilung ist besonders sinnvoll, wenn das Bild wenige Spitzen mit sehr hohen Temperaturwerten enthält.
  • Signal linear: Bei dieser Bilddarstellungsmethode werden die Farbinformationen im Bild linear zu den Signalwerten der Pixel verteilt.
  • Digital Detail Enhancement: Bei dieser Bilddarstellungsmethode werden Hochfrequenzinhalte im Bild, wie Kanten und Ecken, verbessert, um die Sichtbarkeit von Details zu erhöhen.

11.7.3  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.8  Ändern der Farbpalette

11.8.1  Allgemein

Sie können die Palette ändern, mit der die verschiedenen Temperaturen innerhalb eines Bildes anzeigt werden. Eine andere Palette kann die Analyse des Bildes vereinfachen.

Farbpalette

Bildbeispiel

Arktis
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Kalt
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Grau
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Eisen
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Lava
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Regenbogen
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Regenbogen HK
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Warm
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11.8.2  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.9  Ändern des Bildmodus

11.9.1  Allgemein

Für einige Bilder können Sie den Bildmodus ändern.

11.9.2  Arten von Bildmodi

Bildmodus

Bildbeispiel

MSX (Multi Spectral Dynamic Imaging): In diesem Modus wird ein Infrarotbild angezeigt, bei dem die Objektkanten verstärkt werden. Das Verhältnis IR/Tageslichtbild kann angepasst werden.
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Infrarot: In diesem Modus wird ein vollständiges Infrarotbild angezeigt.
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Thermal Fusion: In diesem Modus wird ein Digitalfoto angezeigt, bei dem abhängig von den Temperaturgrenzwerten einige Bereiche als Infrarotdarstellung angezeigt werden.
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Thermische Überblendung: Die Kamera zeigt ein ineinander überblendetes Bild an, das aus einer Mischung von Infrarotpixeln und Digitalfotopixeln besteht. Das Verhältnis IR/Tageslichtbild kann angepasst werden.
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Picture In Picture: In diesem Modus wird über dem Digitalfoto ein Infrarotbildrahmen angezeigt.
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Digitalkamera: In diesem Modus wird ein vollständiges Digitalfoto angezeigt.
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11.9.3  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.10  Arbeiten mit Farbalarmen und Isothermen

11.10.1  Allgemein

Mit Hilfe von Farbalarmen (Isothermen) können Anomalien in einem Infrarotbild leicht erkannt werden. Der Isothermbefehl wendet eine Kontrastfarbe auf alle Pixel mit einer Temperatur oberhalb, unterhalb oder zwischen den festgelegten Temperaturwerten an. Es gibt außerdem Alarmtypen speziell für den Gebäudebereich: Feuchte- und Wärmedämmungsalarme.
Sie können die folgenden Farbalarmtypen wählen:
  • Oberhalb Alarm: Alle Pixel oberhalb des festgelegten Temperaturwerts erhalten eine Kontrastfarbe.
  • Unterhalb Alarm: Alle Pixel unterhalb des festgelegten Temperaturwerts erhalten eine Kontrastfarbe.
  • Intervallalarm: Alle Pixel zwischen zwei festgelegten Temperaturwerten erhalten eine Kontrastfarbe.
  • Alarm für Feuchtigkeit: Wird ausgelöst, wenn eine Oberfläche ermittelt wird, bei der die relative Luftfeuchtigkeit über einem festgelegten Wert liegt.
  • Wärmedämmungsalarm: Wird ausgelöst, wenn in der Wand ein Wärmedämmungsmangel vorliegt.
  • Benutzerdefinierter Alarm: Dieser Alarmtyp ermöglicht die manuelle Änderung der Einstellungen für einen Standardalarm.
Einstellungsparameter für den aktivierten Farbalarm werden unter ALARM im rechten Fensterbereich angezeigt.
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11.10.2  Bildbeispiele

In dieser Tabelle werden die unterschiedlichen Farbalarme (Isotherme) erklärt.

Farbalarm

Bild

Alarm Oberhalb
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Alarm Unterhalb
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Intervallalarm
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Alarm für Feuchtigkeit
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Wärmedämmungsalarm
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11.10.3  Einstellen der Ober- und Untergrenzen für Alarme

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.10.4  Einstellen eines Intervallalarms

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.10.5  Einstellen eines Alarms für die Luftfeuchtigkeit

11.10.5.1  Allgemein

Der Alarm für Feuchtigkeit (Isotherm) kann Bereiche erkennen, in denen das Risiko besteht, dass sich Schimmel bildet oder sich die Luftfeuchtigkeit als Wasser niederschlägt (d. h. der Taupunkt).

11.10.5.2  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.10.6  Einstellen eines Alarms für die Wärmedämmung

11.10.6.1  Allgemein

Der Wärmedämmungsalarm (Isotherm) kann Bereiche in Gebäuden erkennen, in denen ein Wärmedämmungsmangel vorliegt. Er wird ausgelöst, wenn der Wärmedämmungsgrad unter einen festgelegten Wert für den Energieverlust durch die Gebäudestruktur fällt. Dieser Wert wird thermischer Index genannt.
In den verschiedenen Bauvorschriften werden jeweils unterschiedliche Werte für den thermischen Index empfohlen, typische Werte für Neubauten sind jedoch 0,6 – 0,8. Informieren Sie sich in den national gültigen Bauvorschriften über die empfohlenen Werte.

11.10.6.2  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.10.7  Einstellen eines benutzerdefinierten Alarms

11.10.7.1  Allgemein

Bei einem benutzerdefinierten Alarm handelt es sich um einen der folgenden Alarmtypen:
  • Oberhalb Alarm.
  • Unterhalb Alarm.
  • Intervallalarm.
  • Alarm für Feuchtigkeit.
  • Wärmedämmungsalarm.
Im Gegensatz zu den Standard-Alarmen können Sie für diese benutzerdefinierten Alarme mehrere Parameter manuell festlegen:
  • Hintergrund.
  • Farben (halbtransparente oder Volltonfarben).
  • Invertiertes Intervall (nur für den Isotherm Intervall).

11.10.7.2  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.11  Ändern der lokalen Parameter eines Messwerkzeugs

11.11.1  Allgemein

Für präzise Messungen ist es wichtig, die Messparameter einzustellen. Die Messparameter werden mit dem Bild gespeichert und im rechten Fensterbereich unter PARAMETER angezeigt.
In einigen Situationen ist es eventuell empfehlenswert, einen Messparameter (Objektparameter) nur für ein Messwerkzeug zu ändern. Beispielsweise könnte sich das Messwerkzeug vor einer Oberfläche befinden, die signifikant stärker reflektiert als andere Oberflächen auf dem Bild, oder es befindet sich über einem Objekt, das sich weiter weg als die übrigen Objekte auf dem Bild befindet usw.
Weitere Informationen zu Objektparametern finden Sie unter 18 Thermografische Messtechniken.
Die folgenden Indikatoren werden verwendet, wenn lokale Parameter für das Messwerkzeug aktiviert werden.
  • Im Bild wird ein Sternchen (*) neben dem Messwerkzeug angezeigt.
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  • In der Ergebnistabelle von Image Editor wird ein Symbol neben dem Messwert angezeigt.
    Graphic
  • In den Ergebnisfeldern und -tabellen in Infrarotberichten wird ein Sternchen (*) angezeigt und die lokalen Parameterwerte werden in Klammern angegeben.
    Graphic

11.11.2  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

11.12  Mit Kommentaren arbeiten

11.12.1  Allgemein

Sie können mithilfe von Kommentaren zusätzliche Informationen zu einem Infrarotbild speichern. Durch das Hinzufügen von Kommentaren wird die Berichterstellung und Nachbearbeitung effizienter, da wesentliche Informationen zu dem Bild wie Bedingungen und Informationen zum Aufnahmeort bereitgestellt werden.
Einige Kameras ermöglichen es Ihnen, Anmerkungen direkt in der Kamera einzugeben, z. B. Hinweise (Bildbeschreibungen), Text, Sprache und Notizen. Diese Anmerkungen (sofern verfügbar) werden im rechten Fensterbereich von Image Editor angezeigt. Sie können außerdem Notizen (Bildbeschreibungen) und Textanmerkungen mithilfe von Image Editor zu den Bildern hinzufügen.

11.12.2  Über Bildbeschreibungen

11.12.2.1  Was ist eine Bildbeschreibung?

Eine Bildbeschreibung ist eine kurze Beschreibung in Form eines Freiformtextes, die in einer Infrarotbilddatei gespeichert wird. Verwendet wird dabei ein Standard-Tag im *.jpg-Dateiformat, das von anderen Programmen abgerufen werden kann.
In Image Editor und FLIR-Kameras wird die Bildbeschreibung Kommentar genannt.
11.12.2.1.1  Vorgehensweise

11.12.3  Über Textkommentare

11.12.3.1  Was ist ein Textkommentar?

Ein Textkommentar besteht aus Informationen in Textform über Elemente in einem Bild. Dabei besteht der Textkommentar aus einer Gruppe von Informationspaaren – Bezeichnung und Wert. Textkommentare werden verwendet, um die Berichterstellung und Nachverarbeitung effizienter zu gestalten, indem wesentliche Information über das Bild bereitgestellt werden, z. B. Betriebsbedingungen, Fotos und Informationen über den Aufnahmeort des Bildes.
Textkommentare haben ein proprietäres Kommentarformat von FLIR Systems. Die Informationen können nicht mit der Software anderer Anbieter abgerufen werden. Das Konzept hängt maßgeblich von der Interaktion mit dem Benutzer ab. Der Benutzer kann in der Kamera einen von mehreren Werte für jede Bezeichnung wählen. Der Benutzer kann auch numerische Werte eingeben und dafür sorgen, dass in den Textkommentaren Messwerte vom Bildschirm erfasst werden.

11.12.3.2  Erstellen von Textkommentaren zu einem Bild

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12  Arbeiten in der Microsoft Word‎-Umgebung

12.1  FLIR Word Add-in‎-Bildschirmelemente

12.1.1  Die Registerkarte FLIR

Nach der Installation von FLIR Report Studio wird die Registerkarte FLIR rechts von den Standardregisterkarten im Band Ihres Microsoft Word-Dokuments angezeigt.
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12.1.2  Menü Einstellungen

Das Menü Einstellungen umfasst die folgenden Optionen:
  • Seitennummern aktualisieren. Klicken Sie auf diese Option, um die Seitennummern für Felder zu aktualisieren, die sich auf Bilder beziehen.
  • Einheiten festlegen. Klicken Sie auf diese Option, um die bevorzugten Temperatur- und Abstandseinheiten festzulegen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 12.9 Ändern der Einstellungen.
  • Vorlagenkategorien. (Verfügbar bei der Erstellung einer Berichtsvorlage.) Klicken Sie auf diese Option, um eine Kategorie für die Berichtsvorlage auszuwählen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 13.2.5 Auswählen der Vorlagenkategorie.
  • Hilfe. Klicken Sie auf diese Option, um das Menü Hilfe anzuzeigen, siehe Abschnitt 12.1.2.1 Menü Hilfe.

12.1.2.1  Menü Hilfe

Das Menü Hilfe umfasst die folgenden Optionen:
  • Dokumentation. Klicken Sie auf Online, um die neuesten Hilfedateien aus dem Internet anzuzeigen, oder klicken Sie auf Offline, um die Hilfedateien anzuzeigen, die auf dem Computer installiert sind.
  • FLIR Store. Klicken Sie auf diese Option, um zur FLIR Webshop-Seite zu navigieren.
  • FLIR Support Center. Klicken Sie auf diese Option, um zum FLIR Kundendients zu navigieren.
  • Lizenzinformationen. Klicken Sie auf diese Option, um den Lizenz-Viewer anzuzeigen.
  • Auf Aktualisierungen prüfen. Klicken Sie auf diese Option, um auf Software-Updates zu prüfen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 15 Software-Update.
  • Informationen zu. Klicken Sie auf diese Option, um den aktuellen Versionsstand von FLIR Word Add-in anzuzeigen.

12.2  Verwalten von Objekten im Bericht

12.2.1  General

Eine Berichtsvorlage enthält Platzhalter für Objekte wie Wärmebilder, Digitalfotos, Tabellen, Berichtseigenschaften usw.
Wenn Sie einen Bericht auf der Basis einer Berichtsvorlage erstellen, werden diese Platzhalter automatisch mit den Bildern ausgefüllt, die dem Bericht hinzugefügt werden. Sie können auch zusätzliche Objekte einfügen und deren Eigenschaften ändern, nachdem Sie den Bericht in Microsoft Word, wie in den Abschnitten unten beschrieben, gestartet haben.
Wenn Sie eigene Berichtsvorlagen erstellen (siehe Abschnitt 13 Erstellen einer Berichtsvorlage), fügen Sie gemäß der Abschnitte unten Objekte ein und definieren deren Eigenschaften.

12.2.2  Einfügen eines Wärmebildes

Ein Wärmebildobjekt ist ein Platzhalter, der automatisch ein Wärmebild lädt, wenn ein Bericht erstellt wird.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.3  Einfügen von Digitalbildobjekten

Ein Digitalbildobjekt ist ein Platzhalter für das Tageslichtbild das zu einem Wärmebild gehört.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.4  Einfügen eines Feldobjekts

12.2.4.1  Allgemein

Ein Feldobjekt ist ein Platzhalter, der automatisch Informationen zu einem Wärmebild anzeigt, wenn ein Bericht erstellt wird.
Ein Feldobjekt besteht aus einer Bezeichnung und einem Wert, z. B. Bx1 Average 42.3 . Sie können auswählen, dass nur der Wert im Bericht angezeigt wird, z. B. 42.3 .

12.2.4.2  Vorgehensweise

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.5  Einfügen eines Tabellenobjekts

12.2.5.1  Allgemein

Ein Tabellenobjekt ist ein Platzhalter, der automatisch eine Tabelle mit bestimmten Informationen zu einem Wärmebild anzeigt, wenn ein Bericht erstellt wird.
Die folgenden Tabellenobjekte sind verfügbar:
  • Messungen.
  • Parameter.
  • METERLiNK.
  • Positionsbestimmung.
  • Kamerainfo.
  • Dateiinfo.
  • Textkommentare.
  • Hinweise.
  • Formeln.
Zusätzlich zu den in der Tabelle integrierten Objekten können Sie Ihre eigenen Tabellenobjekte erstellen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 12.2.5.3 Erstellen eines benutzerdefinierten Tabellenobjekts.
Sie können eine Zusammenfassungstabelle einfügen, die Informationen zu allen Wärmebildern im Bericht enthält. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 12.2.5.4 Einfügen einer Übersichtstabelle.

12.2.5.2  Einfügen eines Tabellenobjekts

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.5.3  Erstellen eines benutzerdefinierten Tabellenobjekts

Wenn die integrierten Tabellenobjekte nicht Ihren Anforderungen entsprechen, können Sie eigene Tabellenobjekte erstellen.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.5.4  Einfügen einer Übersichtstabelle

Ein Übersichtstabellen-Objekt ist ein Platzhalter, der automatisch eine Tabelle mit bestimmten Informationen zu allen Wärmebildern im Bericht anzeigt.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.6  Einfügen eines Berichtseigenschaften-Objekts

Ein Berichtseigenschaften-Objekt ist ein Platzhalter, der automatisch Kundeninformationen und Informationen zur Inspektion anzeigt, wenn ein Bericht erstellt wird.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.7  Anpassen der Größe von Objekten

12.2.7.1  Ändern der Größe eines Bildobjekts

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.7.2  Ändern der Größe eines Tabellenobjekts

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.8  Ersetzen eines Bildes

Sie können ein Bild im Bericht ersetzen und dabei alle Verbindungen zu anderen Objekten beibehalten.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.9  Löschen von Objekten

12.2.9.1  Löschen eines Bildobjekts

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.9.2  Löschen eines Feldobjekts

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.2.9.3  Löschen eines Tabellenobjekts

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.3  Bearbeitung eines Bildes

Sie können Wärmebilder mit FLIR Report StudioImage Editor direkt aus dem Bericht heraus bearbeiten.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.4  Arbeiten mit Formeln

12.4.1  Allgemein

Mithilfe von FLIR Word Add-in können Sie komplexe Berechnungen zu verschiedenen Elementen im Infrarotbild ausführen. Eine Formel darf alle grundlegenden mathematischen Operatoren und Funktionen enthalten (+, –, ×, ÷ usw.). Es können auch numerische Konstanten wie π verwendet werden.
Vor allem können jedoch Verweise auf Messergebnisse, andere Formeln und weitere numerische Daten in Formeln eingefügt werden.
Die von Ihnen erstellten Formeln stehen in FLIR Word Add-in zur Verfügung und können in die Feld- und Tabellenobjekte zukünftiger Berichte eingefügt werden.
Sie können eine Formel in eine Textdatei exportieren. Diese Textdatei kann beispielsweise an einen anderen Computer gesendet werden und steht nach dem Import in FLIR Word Add-in auf dem Computer zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 12.4.4 Exportieren und Importieren von Formeln.
  • Eine Formel kann sich immer nur auf ein Infrarotbild beziehen, mir ihr können beispielsweise keine Differenzen zwischen zwei Infrarotbildern berechnet werden.
  • Sie können alle vorhandenen METERLiNK-Daten im Infrarotbild als Wert in einer Formel auf dieselbe Weise wie einen Infrarotmesswert verwenden. METERLiNK-Daten können im Infrarotbild über Verwendung eines externen FLIR/Extech-Messgeräts, z. B. einer Strommesszange oder eines Feuchtemessgeräts, zusammen mit der Infrarotkamera gespeichert werden.

12.4.2  Erstellen von einfachen Formeln

Erstellen einer Formel, die den Temperaturunterschied zwischen zwei Messpunkten berechnet

12.4.3  Erstellen von Bedingungsformeln

Für bestimmte Anwendungen möchten Sie das Ergebnis einer Berechnung ggf. in grüner Schriftfarbe anzeigen, wenn das Ergebnis unter einem kritischen Wert liegt bzw. in roter Schriftfarbe, wenn das Ergebnis über dem kritischen Wert liegt. Hierfür erstellen Sie eine Wenn-Bedingung im Formeleditor mithilfe der Anweisung IF.
Das Verfahren unten beschreibt, wie eine Bedingung formuliert wird, die das Ergebnis einer Temperaturdifferenz-Formel in Rot anzeigt, wenn der Wert über 2,0 Grad liegt, und in Grün, wenn der Wert unter 2,0 Grad liegt.

Erstellen von Bedingungsformeln mit der Anweisung IF

12.4.4  Exportieren und Importieren von Formeln

Sie können eine oder mehrere Formeln in eine Textdatei exportieren. Diese Textdatei kann beispielsweise an einen anderen Computer gesendet werden und dann in FLIR Word Add-in auf diesem Computer importiert werden.

12.5  Dokumenteigenschaften

12.5.1  Allgemein

Beim Erstellen von Infrarotberichten extrahiert das FLIR Programm die Microsoft Word-Dokumenteigenschaften für die Berichtsvorlage und fügt diese Eigenschaften in die entsprechenden Microsoft Word-Felder im Endbericht ein.
Mithilfe dieser Dokumenteigenschaften können Sie verschiedene zeitaufwändige Aufgaben bei der Berichterstellung automatisieren. Beispielsweise können Sie Informationen wie Name, Adresse und E-Mail-Adresse für den Inspektionsort, verwendetes Kameramodell und Ihre E-Mail-Adresse automatisch hinzufügen.

12.5.2  Arten von Dokumenteigenschaften

Es gibt zwei verschiedene Arten von Dokumenteigenschaften:
  • Eigenschaften von Übersichtsdokumenten.
  • Eigenschaften von benutzerdefinierten Dokumenten.
Bei der ersten Art können Sie nur die Werte ändern, während bei der zweiten sowohl das Ändern der Bezeichnungen als auch der Werte möglich ist.

12.5.3  Erstellen und Bearbeiten von Microsoft Word‎-Dokumenteigenschaften

Erstellen und Bearbeiten von Dokumenteigenschaften

12.6  Erstellen von Berichten

Sie können problemlos und effizient den Infrarotbericht mithilfe des FLIR Report Studio-Assistenten erstellen.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.7  Exportieren eines Berichts

Vor dem Senden des Infrarotberichts an Ihren Kunden können Sie ihn in einem der folgenden Formate exportieren:
  • Flat DocXDieses Format exportiert den Bericht als Flat-Bericht mit dem Suffix „_flat“. Ein Flat-Bericht kann mithilfe der gängigen Microsoft Word-Funktionen noch immer bearbeitet werden, es ist jedoch nicht mehr möglich, die Bild-, Feld- und Tabellenobjekte zu verwalten.
  • PDF: Diese Option exportiert den Bericht als einen nicht bearbeitbaren PDF-Bericht.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.8  Erstellen einer Berichtsvorlage

Sie können Ihre eigenen Berichtvorlagen mithilfe von FLIR Report StudioTemplate Editor erstellen.

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12.9  Ändern der Einstellungen

Sie können die Einstellungen für die Temperatur- und Entfernungseinheiten ändern.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

12.10  Menü „Hilfe“

Das Menü Hilfe enthält Links zu Support- und Schulungsmöglichkeiten, Lizenzinformationen, Überprüfungen auf Updates usw.
Das Menü Hilfe ist auf der Registerkarte FLIR unter Einstellungen verfügbar.

13  Erstellen einer Berichtsvorlage

13.1  Allgemein

FLIR Report Studio wird mit verschiedenen Berichtsvorlagen geliefert (Microsoft Word *.dotx-Dateien). Wenn diese Vorlagen nicht Ihren Anforderungen entsprechen, können Sie eigene individuelle Vorlagen für thermografische Messberichte erstellen.

13.1.1  Wenige oder viele Berichtsvorlagen?

Es ist nicht unüblich, dass eine bestimmte Vorlage immer wieder für einen bestimmten Kunden verwendet wird. Wenn das der Fall ist, können Sie die unternehmensspezifischen Informationen des Kunden bereits in die Vorlage aufnehmen, anstatt diese nach der Erstellung des thermografischen Messberichts manuell hinzuzufügen.
Wenn allerdings Infrarotberichte für mehrere Kunden auf einer oder einigen wenigen Vorlagen basieren, sollten die unternehmensspezifischen Informationen nicht in der Vorlage enthalten sein. Diese Angaben können einfacher eingegeben werden, wenn der Bericht erstellt wird.

13.1.2  Typische Struktur

Eine Vorlage für Infrarotberichte setzt sich in der Regel aus folgenden Abschnitten zusammen:
  • INTRO: das Deckblatt mit beispielsweise Unternehmenslogo und Elementen der Corporate Identity, dem Titel des Berichts, dem Kundennamen und der Adresse, einer Übersichtstabelle und zusätzlichem Bildmaterial oder Informationen.
  • DATEN: Eine Reihe verschiedener Seiten mit Kombinationen aus Wärmebildobjekten, Digitalbildobjekten, Feldobjekten, Tabellenobjekten usw. Mehrere DATEN-Abschnitte mit verschiedenen Inhaltstypen, z. B. „Nur IR“, „Nur Tageslicht“, „Zwei IR“ und „Zwei IR+Nur Tageslicht“ können hinzugefügt werden.
  • ENDE: Ihre Ergebnisse, Empfehlungen, Diagnosen und zusammenfassende Beschreibungen.

13.1.3  Anmerkung zum Arbeiten in der Microsoft Word‎-Umgebung

Da es sich bei FLIR Word Add-in um ein Add-in für Microsoft Word handelt, können Sie praktisch alle Funktionen, die Sie zur Erstellung einer Microsoft Word-Dokumentvorlage verwenden, auch für Ihre Berichtsvorlagen nutzen.
FLIR Word Add-in verfügt über eine Reihe zusätzlicher Befehle für die Erstellung von Infrarotbildern und -berichten. Diese Befehle sind auf der Registerkarte FLIR verfügbar. Diese Funktionen kommen zusammen mit den Standardfunktionen von Microsoft Word bei der Erstellung von Vorlagen für thermografische Messberichte zum Einsatz.

13.2  Erstellen einer benutzerdefinierten Vorlage für thermografische Messberichte

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, eine Berichtsvorlage zu erstellen:
  • Anpassen einer Basisberichtsvorlage.
  • Ändern einer bestehenden Berichtsvorlage.

13.2.1  Anpassen einer Basisberichtsvorlage

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13.2.2  Ändern einer vorhandenen Vorlage – Beginnend mit FLIR Word Add-in‎

Gehen Sie folgendermaßen vor:

13.2.3  Ändern einer vorhandenen Vorlage – Beginnend mit dem FLIR Report Studio‎-Assistenten

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13.2.4  Hinzufügen mehrerer DATEN-Abschnitte

Sie können einen oder mehrere DATEN-Abschnitte zur Berichtsvorlage hinzufügen, diese können unterschiedliche Inhalte haben, z. B. „Nur IR“, „Nur Tageslicht“, „Zwei IR“ und „Zwei IR + Tageslicht“.
Bei der Verwendung einer Vorlage mit mehreren DATEN-Abschnitten im FLIR Report Studio-Assistenten wird eine Dropdown-Liste angezeigt, aus der Sie auswählen können, welcher Abschnitt zu den Bildern hinzugefügt werden soll. Lesen Sie dazu Abschnitt 9.3.2 Bildfenster.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

13.2.5  Auswählen der Vorlagenkategorie

Sie können eine oder mehrere Kategorien für die Berichtsvorlage auswählen.
Wenn die Berichtsvorlage gespeichert und in den FLIR Report Studio-Assistenten importiert wird, erscheint sie unter der ausgewählten Kategorie im linken Fensterbereich des Assistenten, siehe 9.3.1 Vorlagenfenster.

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14  Unterstützte Dateiformate

14.1  Radiometrische Dateiformate

FLIR Report Studio unterstützt die folgenden radiometrischen Dateiformate:
  • FLIR Systems radiometrische *.jpg.

14.2  Nicht radiometrische Dateiformate

FLIR Report Studio unterstützt die folgenden nicht radiometrischen Dateiformate:
  • *.jpg.
  • *.mp4 (Videodateien).
  • *.avi (Videodateien).
  • *.pdf (Berichte).
  • *.docx (als Berichte).
  • *.dotx (als Vorlagen).

15  Software-Update

15.1  Allgemein

Sie können FLIR Report Studio mit den neuesten Servicepacks aktualisieren. Dies kann vom FLIR Report Studio-Assistenten und von FLIR Word Add-in aus geschehen.

15.2  Vorgehensweise

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16  Informationen zu FLIR Systems

1978 gegründet, hat FLIR Systems auf dem Gebiet der Hochleistungs-Infrarotbildsysteme Pionierarbeit geleistet und ist weltweit führend bei Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Wärmebildsystemen für vielfältige Anwendungsbereiche in Handel und Industrie sowie für den Regierungssektor. Heute umfasst FLIR Systems fünf große Unternehmen, die seit 1958 herausragende Erfolge in der Infrarottechnologie verzeichnen: die schwedische AGEMA Infrared Systems (vormals AGA Infrared Systems), die drei US-amerikanischen Unternehmen Indigo Systems, FSI und Inframetrics sowie das französische Unternehmen Cedip.
Seit 2007 hat FLIR Systems mehrere Unternehmen aus dem Bereich Sensortechnologie akquiriert:
  • Extech Instruments (2007)
  • Ifara Tecnologías (2008)
  • Salvador Imaging (2009)
  • OmniTech Partners (2009)
  • Directed Perception (2009)
  • Raymarine (2010)
  • ICx Technologies (2010)
  • TackTick Marine Digital Instruments (2011)
  • Aerius Photonics (2011)
  • Lorex Technology (2012)
  • Traficon (2012)
  • MARSS (2013)
  • DigitalOptics Mikrooptikgeschäft (2013)
  • DVTEL (2015)
  • Point Grey Research (2016)
  • Prox Dynamics (2016)
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Abbildung 16.1  Patentschriften aus den frühen 1960er Jahren

FLIR Systems besitzt drei Produktionsstätten in den USA (Portland, Boston und Santa Barbara) und eine in Schweden (Stockholm). Seit dem Jahr 2007 gibt es einen weiteren Produktionsstandort in Tallinn in Estland. Niederlassungen mit Direktvertrieb in Belgien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Hongkong, Italien, Japan, Korea, Schweden und den USA sowie ein weltweites Netzwerk aus Vertretern und Vertriebshändlern sind Ansprechpartner für unsere Kunden aus aller Welt.
FLIR Systems übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung neuer Infrarottechnologien. Wir greifen der Marktnachfrage vor, indem wir vorhandene Kameras verbessern und neue entwickeln. Das Unternehmen hat bei Produktdesign und Entwicklung stets eine führende Rolle eingenommen, wie beispielsweise bei der Markteinführung der ersten batteriebetriebenen tragbaren Kamera für Industrieüberwachungen und der ersten Infrarotkamera ohne Kühlsystem.
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Abbildung 16.2  1969: Modell 661 der Thermovision. Die Kamera wog ca. 25 kg, das Oszilloskop 20 kg und das Stativ 15 kg. Für den Betrieb wurden darüber hinaus ein 220-Volt-Generator und ein 10-Liter-Gefäß mit flüssigem Stickstoff benötigt. Links neben dem Oszilloskop ist der Polaroid-Aufsatz (6 kg) zu erkennen.

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Abbildung 16.3  2015: FLIR One, Zubehör für iPhone und Android-Mobiltelefone. Gewicht: 90 g.

FLIR Systems stellt alle zentralen mechanischen und elektronischen Komponenten der Kamerasysteme selbst her. Von Design und Herstellung der Detektoren über Objektive und Systemelektronik bis hin zu Funktionstests und Kalibrierung werden alle Produktionsschritte von unseren Ingenieuren durchgeführt und überwacht. Die genauen Kenntnisse dieses Fachpersonals gewährleisten die Genauigkeit und Zuverlässigkeit aller zentraler Komponenten, aus denen Ihre Infrarotkamera besteht.

16.1  Mehr als nur eine Infrarotkamera

Wir von FLIR Systems haben erkannt, dass es nicht ausreicht, nur die besten Infrarotkameras herzustellen. Wir möchten allen Benutzern unserer Infrarotkameras ein produktiveres Arbeiten ermöglichen, indem wir leistungsfähige Kameras mit entsprechender Software kombinieren. Wir entwickeln Software, die genau auf die Bedürfnisse von F & E, vorbeugender Instandhaltung und Prozessüberwachung zugeschnitten ist. Ein Großteil der Software steht in mehreren Sprachen zur Verfügung.
Wir bieten für alle Infrarotkameras ein umfassendes Sortiment an Zubehörteilen, so dass Sie Ihre Ausrüstung auch an anspruchsvolle Einsätze anpassen können.

16.2  Weitere Informationen

Obwohl sich unsere Kameras durch hohe Benutzerfreundlichkeit auszeichnen, gehört zur Thermografie mehr als nur das Wissen, wie man eine Kamera bedient. Daher hat FLIR Systems das Infrared Training Center (ITC) gegründet, einen eigenständigen Geschäftsbereich, der zertifizierte Schulungen anbietet. Durch die Teilnahme an ITC-Kursen können Sie sich praxisorientiert weiterbilden.
Die Mitglieder des ITC unterstützen Sie auch bei allen Fragen und Problemen, die beim Umsetzen der Theorie in die Praxis auftreten können.

16.3  Support für Kunden

FLIR Systems bietet ein weltweites Service-Netzwerk, um den unterbrechungsfreien Betrieb Ihrer Kamera zu gewährleisten. Bei Problemen mit Ihrer Kamera verfügen die lokalen Service-Zentren über die entsprechende Ausstattung und Erfahrung, um die Probleme innerhalb kürzester Zeit zu lösen. Sie müssen Ihre Kamera also nicht rund um den Globus schicken oder mit einem Mitarbeiter sprechen, der nicht Ihre Sprache spricht.

17  Begriffe, physikalische Gesetze und Definitionen

Terminus

Definition

Absorption und Emission1
Die Kapazität eines Objekts, einfallende Strahlungsenergie zu absorbieren, entspricht stets seiner Kapazität, die eigene Energie als Strahlung abzugeben.
Ausstrahlung
Die gesamte von der Oberfläche eines Objekts abgeleitete Strahlung, unabhängig von der eigentlichen Strahlungsquelle.
Einfallende Strahlung
Strahlung, die auf ein Objekt trifft und von dessen Umgebung ausgeht.
Emissionsgrad
Verhältnis zwischen der Energie, die von einem realen Körper abgestrahlt wird, und der Energie, die von einem Schwarzkörper mit derselben Temperatur und derselben Wellenlänge abgestrahlt wird.2
Energieerhaltung3
In einem geschlossenen System bleibt die Summe aller Energien stets konstant.
Farbpalette
Weist einzelnen Temperaturbereichen verschiedene Farben zu, um bestimmte Temperaturbereiche der scheinbaren Temperatur sichtbar zu machen. Je nach verwendeten Farben können Farbpaletten eine Darstellung mit hohem oder niedrigem Kontrast bieten.
Fehlerdiagnose
Die Untersuchung von Symptomen zur Ermittlung der Ursache von Störungen und Ausfällen.4
Geometrische Auflösung
Die Fähigkeit einer Wärmebildkamera, kleine Objekte oder Details optisch aufzulösen und darzustellen.
Infrarotthermografie
Die Erfassung und Analyse thermischer Daten mithilfe berührungsloser Wärmebildgeräte.
Isotherme
Ersetzen bestimmte Farben einer Skala durch eine Kontrastfarbe. Markieren einen Bereich mit der gleichen scheinbaren Temperatur.5
Konvektion
Eine Form der Wärmeübertragung, bei der ein Fluid durch Gravitation oder eine andere Kraft in Bewegung versetzt wird, wodurch Wärme von einem Ort zu einem anderen Ort übertragen wird.
Qualitative Thermografie
Vergleichende thermografische Untersuchung, bei der Anomalien durch die Analyse thermischer Muster ermittelt und lokalisiert werden.6
Quantitative Thermografie
Thermografische Untersuchung, bei der das Ausmaß einer Anomalie durch Temperaturmessung genau ermittelt wird, damit Reparaturmaßnahmen entsprechend priorisiert werden können.7
Reflektierte scheinbare Temperatur
Die scheinbare Temperatur der Umgebung, die vom Zielobjekt reflektiert wird und auf die Wärmebildkamera trifft.8
Richtung der Wärmeübertragung9
Ohne äußere Einwirkungen fließt Wärme stets vom wärmeren zum kälteren Objekt, wobei thermische Energie von einem Ort an einen anderen Ort übertragen wird.10
Scheinbare Temperatur
Nicht kompensierter Messwert eines Infrarotgeräts, der die gesamte auf das Gerät treffende Strahlungsenergie unabhängig von ihrer jeweiligen Quelle umfasst.11
Temperatur
Maß der durchschnittlichen kinetischen Energie der Moleküle und Atome, aus denen eine Substanz besteht.
Temperaturgradient
Graduelle Temperaturänderung mit zunehmender/abnehmender räumlicher Entfernung.12
Thermische Energie
Summe der kinetischen Energie der Moleküle, aus denen ein Objekt besteht.13
Thermische Feinabstimmung
Abstimmung der Farbskala auf die Temperaturbereiche des Zielobjekts, um den Kontrast der Darstellung zu erhöhen.
Wärme
Thermische Energie, die zwischen zwei Objekten (Systemen) aufgrund des zwischen ihnen bestehenden Temperaturunterschieds übertragen wird.
Wärmeleitung
Die direkte Übertragung thermischer Energie von einem Molekül zu einem anderen, die durch Kollisionen zwischen den Molekülen verursacht wird.
Wärmeübertragung durch Strahlung
Wärmeübertragung durch Emission und Absorption thermischer Strahlung.
Wärmeübertragungsrate14
Die Wärmeübertragungsrate ist unter konstanten Zustandsbedingungen direkt proportional zur thermischen Leitfähigkeit des Objekts, zum Objektquerschnitt, durch den die Wärme fließt, und zum Temperaturunterschied zwischen den zwei Enden des Objekts. Sie ist umgekehrt proportional zur Länge oder Dicke des Objekts.15

18  Thermografische Messtechniken

18.1  Einleitung

Eine Infrarotkamera misst die von einem Objekt abgegebene Infrarotstrahlung und bildet sie ab. Da die Infrarotstrahlung eine Funktion der Oberflächentemperatur eines Objekts ist, kann die Kamera diese Temperatur berechnen und darstellen.
Die von der Kamera gemessene Strahlung hängt jedoch nicht nur von der Temperatur des Objekts, sondern auch vom Emissionsgrad ab. Auch aus der Umgebung des Objekts stammt Strahlung, die im Objekt reflektiert wird. Die Strahlung des Objekts und die reflektierte Strahlung werden auch von der Absorption der Atmosphäre beeinflusst.
Um Temperaturen messen zu können, müssen die Auswirkungen verschiedener Strahlungsquellen kompensiert werden. Dies wird von der Kamera automatisch durchgeführt. Der Kamera müssen jedoch die folgenden Objektparameter übermittelt werden:
  • Der Emissionsgrad des Objekts
  • Die reflektierte scheinbare Temperatur
  • Der Abstand zwischen Objekt und Kamera
  • Die relative Luftfeuchtigkeit
  • Die Atmosphärentemperatur

18.2  Emissionsgrad

Der Objektparameter, bei dem eine richtige Einstellung am wichtigsten ist, ist der Emissionsgrad. Dieser Wert gibt an, wie viel Strahlung das Objekt im Vergleich zu einem völlig schwarzen Objekt abgibt.
In der Regel gelten für Objektwerkstoffe und Oberflächenbeschichtungen Emissionsgrade von etwa 0,1 bis 0,95. Der Emissionsgrad einer hochpolierten Oberfläche (Spiegel) liegt unter 0,1, während eine oxidierte oder gestrichene Oberfläche einen höheren Emissionsgrad aufweist. Ölfarbe hat unabhängig von der Farbe im sichtbaren Spektrum im Infrarotbereich einen Emissionsgrad von über 0,9. Der Emissionsgrad der menschlichen Haut liegt zwischen 0,97 und 0,98.
Nicht oxidierte Metalle stellen einen Extremfall für perfekte Opazität und hohe Reflexivität dar, die sich mit der Wellenlänge kaum verändert. Daher ist der Emissionsgrad von Metallen niedrig und steigt lediglich mit der Temperatur an. Bei Nichtmetallen ist der Emissionsgrad im Allgemeinen höher und nimmt mit sinkender Temperatur ab.

18.2.1  Ermitteln des Emissionsgrades eines Objekts

18.2.1.1  Schritt 1: Bestimmen der reflektierten Strahlungstemperatur

Die reflektierte scheinbare Temperatur können Sie mit einer der folgenden Methoden bestimmen:
18.2.1.1.1  Methode 1: Direkte Methode
Die reflektierte scheinbare Temperatur kann nicht mit einem Thermoelement gemessen werden, da ein Thermoelement die Temperatur misst, die scheinbare Temperatur jedoch eine Strahlungsintensität ist.
18.2.1.1.2  Methode 2: Reflektormethode

18.2.1.2  Schritt 2: Ermitteln des Emissionsgrades

18.3  Reflektierte scheinbare Temperatur

Dieser Parameter dient als Ausgleich für die Strahlung, die im Objekt reflektiert wird. Wenn der Emissionsgrad niedrig ist und die Objekttemperatur sich relativ stark von der reflektierten Temperatur unterscheidet, muss die reflektierte scheinbare Temperatur unbedingt korrekt eingestellt und kompensiert werden.

18.4  Abstand

Der Abstand ist die Entfernung zwischen dem Objekt und der Vorderseite des Kameraobjektivs. Dieser Parameter dient zur Kompensation folgender Gegebenheiten:
  • Die vom Messobjekt abgegebene Strahlung wird von der Atmosphäre zwischen Objekt und Kamera absorbiert.
  • Die Atmosphärenstrahlung an sich wird von der Kamera erkannt.

18.5  Relative Luftfeuchtigkeit

Die Kamera kann auch die Tatsache kompensieren, dass die Übertragung zudem von der relativen Luftfeuchtigkeit der Atmosphäre abhängt. Dazu stellen Sie die relative Luftfeuchtigkeit auf den richtigen Wert ein. Für kurze Abstände und normale Luftfeuchtigkeit können Sie für die relative Luftfeuchtigkeit normalerweise den Standardwert von 50 % beibehalten.

18.6  Weitere Parameter

Darüber hinaus können Sie mit einigen Kameras und Analyseprogrammen von FLIR Systems folgende Parameter kompensieren:
  • Atmosphärentemperatur, d. h. die Temperatur der Atmosphäre zwischen Kamera und Messobjekt.
  • Temperatur externe Optik, d. h. die Temperatur der vor der Kamera verwendeten externen Objektive und Fenster.
  • Transmissionsgrad der externen Optik – d. h.die Durchlässigkeit von externen Objektiven oder Fenstern, die vor der Kamera verwendet werden.

19  Geschichte der Infrarot-Technologie

Vor nicht ganz 200 Jahren war der infrarote Teil des elektromagnetischen Spektrums noch gänzlich unbekannt. Die ursprüngliche Bedeutung des infraroten Spektrums, auch häufig als Infrarot bezeichnet, als Form der Wärmestrahlung war zur Zeit seiner Entdeckung durch Herschel im Jahr 1800 möglicherweise augenfälliger als heute.
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Abbildung 19.1  Sir William Herschel (1738 – 1822)

Die Entdeckung war ein Zufall während der Suche nach einem neuen optischen Material. Sir William Herschel, Hofastronom bei König Georg III von England und bereits aufgrund seiner Entdeckung des Planeten Uranus berühmt, suchte nach einem optischen Filtermaterial zur Reduzierung der Helligkeit des Sonnenabbilds in Teleskopen bei Beobachtungen der Sonne. Beim Testen verschiedener Proben aus farbigem Glas, bei denen die Reduzierung der Helligkeit ähnlich war, fand er heraus, dass einige Proben sehr wenig, andere allerdings so viel Sonnenwärme durchließen, dass er bereits nach wenigen Sekunden der Beobachtung eine Augenschädigung riskierte.
Sehr bald war Herschel von der Notwendigkeit eines systematischen Experiments überzeugt. Dabei setzte er sich das Ziel ein Material zu finden, mit dem sowohl die gewünschte Reduzierung der Helligkeit als auch die maximale Verringerung der Wärme erzielt werden konnte. Er begann sein Experiment mit der Wiederholung des Prismenexperiments von Newton, achtete dabei jedoch mehr auf den Wärmeeffekt als auf die visuelle Verteilung der Intensität im Spektrum. Zuerst färbte er die Spitze eines empfindlichen Quecksilberthermometers mit schwarzer Tinte und testete damit als Messeinrichtung die Erwärmung der verschiedenen Farben des Spektrums, die sich auf einem Tisch bildeten, indem Sonnenlicht durch ein Glasprisma geleitet wurde. Andere Thermometer, die sich außerhalb der Sonneneinstrahlung befanden, dienten zur Kontrolle.
Beim langsamen Bewegen des schwarz gefärbten Thermometers durch die Farben des Spektrums zeigte sich, dass die Temperatur von Violett nach Rot kontinuierlich anstieg. Dies war nicht ganz unerwartet, da der italienische Forscher Landriani in einem ähnlichen Experiment im Jahr 1777 den gleichen Effekt beobachtet hatte. Herschel erkannte jedoch als erster, dass es einen Punkt geben muss, an dem die Erwärmung einen Höhepunkt erreicht, und dass bei Messungen am sichtbaren Teil des Spektrums dieser Punkt nicht gefunden wurde.
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Abbildung 19.2  Marsilio Landriani (1746 – 1815)

Durch das Bewegen des Thermometers in den dunklen Bereich hinter dem roten Ende des Spektrums bestätigte Herschel, dass die Erwärmung weiter zunahm. Er fand den Punkt der maximalen Erwärmung schließlich weit hinter dem roten Bereich. Heute wird dieser Bereich "infrarote Wellenlänge" genannt.
Herschel bezeichnete diesen neuen Teil des elektromagnetischen Spektrums als "thermometrisches Spektrum". Die Abstrahlung selbst nannte er manchmal "dunkle Wärme" oder einfach "die unsichtbaren Strahlen". Entgegen der vorherrschenden Meinung stammt der Begriff "infrarot" nicht von Herschel. Dieser Begriff tauchte gedruckt etwa 75 Jahre später auf, und es ist immer noch unklar, wer ihn überhaupt einführte.
Die Verwendung von Glas in den Prismen bei Herschels ursprünglichem Experiment führte zu einigen kontroversen Diskussionen mit seinen Zeitgenossen über die tatsächliche Existenz der infraroten Wellenlängen. Bei dem Versuch, seine Arbeit zu bestätigen, verwendeten verschiedene Forscher wahllos unterschiedliche Glasarten, was zu unterschiedlichen Lichtdurchlässigkeiten im Infrarotbereich führte. Durch seine späteren Experimente war sich Herschel der begrenzten Lichtdurchlässigkeit von Glas bezüglich der neu entdeckten thermischen Abstrahlung bewusst und schloss daraus, dass optische Systeme, die den Infrarotbereich nutzen wollten, ausschließlich reflektive Elemente (d. h. ebene und gekrümmte Spiegel) verwenden konnten. Glücklicherweise galt dies nur bis 1830, als der italienische Forscher Melloni entdeckte, dass natürliches Steinsalz (NaCl), das in großen natürlichen Kristallen zur Verwendung in Linsen und Prismen vorhanden war, äußerst durchlässig für den Infrarotbereich ist. Nach dieser Entdeckung wurde Steinsalz für die nächsten hundert Jahre das optische Hauptmaterial für Infrarot, bis in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts Kristalle synthetisch gezüchtet werden konnten.
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Abbildung 19.3  Macedonio Melloni (1798 – 1854)

Bis 1829 wurden ausschließlich Thermometer zum Messen der Abstrahlung verwendet. In diesem Jahr erfand Nobili das Thermoelement. (Das Thermometer von Herschel hatte einen Messbereich bis 0,2 °C , spätere Modelle konnten bis 0,05 °C ) messen.) Melloni gelang ein Durchbruch, als er mehrere Thermoelemente in Serie schaltete und so die erste Thermosäule schuf. Das neue Gerät konnte Wärmeabstrahlung mindestens 40-mal empfindlicher messen als das beste zu dieser Zeit vorhandene Thermometer. So konnte es beispielsweise die Wärme einer drei Meter entfernten Person messen.
Das erste sogenannte "Wärmebild" wurde 1840 möglich, als Ergebnis der Arbeit von Sir John Herschel, Sohn des Entdeckers des Infrarotbereichs und selbst berühmter Astronom. Basierend auf der unterschiedlichen Verdampfung eines dünnen Ölfilms, wenn dieser einem Wärmemuster ausgesetzt wird, wurde das thermische Bild durch Licht, das sich auf dem Ölfilm unterschiedlich spiegelt, für das Auge sichtbar. Sir John gelang es auch, einen einfachen Abzug eines thermischen Bildes auf Papier zu erhalten, der "Thermograph" genannt wurde.
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Abbildung 19.4  Samuel P. Langley (1834 – 1906)

Nach und nach wurde die Empfindlichkeit der Infrarotdetektoren verbessert. Ein weiterer Durchbruch gelang Langley im Jahr 1880 mit der Erfindung des Bolometers. Es handelte sich dabei um einen dünnen geschwärzten Platinstreifen, der in einem Arm einer Wheatstone-Brückenschaltung angeschlossen war und der infraroten Strahlung ausgesetzt sowie an ein empfindliches Galvanometer gekoppelt wurde. Damit konnte angeblich die Wärme einer Kuh gemessen werden, die 400 Meter entfernt war.
Ein englischer Wissenschaftler, Sir James Dewar, war der Erste, der bei Forschungen mit niedrigen Temperaturen flüssige Gase als Kühlmittel verwendete (wie beispielsweise flüssigen Stickstoff mit einer Temperatur von -196°C). 1892 erfand er einen einzigartigen isolierenden Vakuumbehälter, in dem flüssige Gase tagelang aufbewahrt werden konnten. Die herkömmliche Thermosflasche zur Aufbewahrung heißer und kalter Getränke beruht auf dieser Erfindung.
Zwischen 1900 und 1920 „entdeckten“ die Erfinder in aller Welt das infrarote Spektrum. Viele Geräte zum Erkennen von Personen, Artillerie, Flugzeugen, Schiffen und sogar Eisbergen wurden patentiert. Die ersten modernen Überwachungssysteme wurden im Ersten Weltkrieg entwickelt, als beide Seiten Programme zur Erforschung des militärischen Nutzens von Infrarotstrahlung durchführten. Dazu gehörten experimentelle Systeme für das Eindringen/Entdecken von Feinden, die Messung von Temperaturen über große Entfernungen, sichere Kommunikation und die Lenkung „fliegender Torpedos“. Ein Infrarotsuchsystem, das in dieser Zeit getestet wurde, konnte ein Flugzeug im Anflug in einer Entfernung von 1,5 km oder eine Person, die mehr als 300 Meter entfernt war, erkennen.
Die empfindlichsten Systeme dieser Zeit beruhten alle auf Variationen der Bolometer-Idee. Zwischen den beiden Weltkriegen wurden jedoch zwei neue, revolutionäre Infrarotdetektoren entwickelt: der Bildwandler und der Photonendetektor. Zunächst schenkte das Militär dem Bildwandler die größte Aufmerksamkeit, da der Beobachter mit diesem Gerät zum ersten Mal in der Geschichte im Dunkeln sehen konnte. Die Empfindlichkeit des Bildwandlers war jedoch auf die Nah-Infrarot-Wellenlängen beschränkt und die interessantesten militärischen Ziele (z. B. feindliche Soldaten) mussten mit Infrarot-Suchstrahlern ausgeleuchtet werden. Da hierbei das Risiko bestand, dass ein feindlicher Beobachter mit ähnlicher Ausrüstung die Position des Beobachters herausfand, schwand das militärische Interesse am Bildwandler.
Die taktischen militärischen Nachteile sogenannter aktiver (d. h. mit Suchstrahlern ausgestatteter) thermografischer Systeme gaben nach dem zweiten Weltkrieg den Anstoß zu umfangreichen geheimen Infrarot-Forschungsprogrammen des Militärs, wobei die Möglichkeiten "passiver" Systeme (ohne Suchstrahler) auf Grundlage des äußerst empfindlichen Photonendetektors erforscht wurden. In dieser Zeit wurde der Status der Infrarot-Technologie aufgrund von Geheimhaltungsvorschriften des Militärs nicht öffentlich bekannt gegeben. Erst Mitte der fünfziger Jahre wurde die Geheimhaltungspflicht gelockert und seitdem sind angemessene thermografische Geräte auch für die zivile Forschung und Industrie erhältlich.

20  Theorie der Thermografie

20.1  Einleitung

Das Gebiet der Infrarotstrahlung und die damit zusammenhängende Technik der Thermografie ist vielen Benutzern einer Infrarotkamera noch nicht vertraut. In diesem Abschnitt wird die der Thermografie zugrunde liegende Theorie behandelt.

20.2  Das elektromagnetische Spektrum

Das elektromagnetische Spektrum ist willkürlich in verschiedene Wellenlängenbereiche unterteilt, die als Bänder bezeichnet werden und sich jeweils durch die Methode zum Erzeugen und Messen von Strahlung unterscheiden. Es gibt keinen grundlegenden Unterschied zwischen der Strahlung in den verschiedenen Bändern des elektromagnetischen Spektrums. Für sie gelten dieselben Gesetze und die einzigen Unterschiede beruhen auf Unterschieden in der Wellenlänge.
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Abbildung 20.1  Das elektromagnetische Spektrum. 1: Röntgenstrahlung; 2: UV-Strahlung; 3: Sichtbares Licht; 4: IR-Strahlung; 5: Mikrowellen; 6: Radiowellen.

Die Thermografie nutzt das Infrarotspektralband aus. Am kurzwelligen Ende des Spektrums grenzt sie an das sichtbare Licht, bei Dunkelrot. Am langwelligen Ende des Spektrums geht sie in die Mikrowellen (Millimeterbereich) über.
Das Infrarotband ist weiter untergliedert in vier kleinere Bänder, deren Grenzen ebenfalls willkürlich gewählt sind. Sie umfassen: das nahe Infrarot (NIR) (0,75 – 3 μm), das mittlere Infrarot (MIR) (3 – 6 μm), das ferne Infrarot (FIR) (6 – 15 μm) und das extreme Infrarot (15 – 100 μm). Zwar sind die Wellenlängen in μm (Mikrometern) angegeben, doch werden zum Messen der Wellenlänge in diesem Spektralbereich oft noch andere Einheiten verwendet, z. B. Nanometer (nm) und Ångström (Å).
Das Verhältnis zwischen den verschiedenen Wellenlängenmaßeinheiten lautet wie folgt:
formula

20.3  Strahlung des schwarzen Körpers

Ein schwarzer Körper ist definiert als ein Objekt, das jegliche einfallende Strahlung aller Wellenlängen absorbiert. Die offensichtlich falsche Bezeichnung schwarz im Zusammenhang mit einem Objekt, das Strahlung aussendet, wird durch das kirchhoffsche Gesetz (nach Gustav Robert Kirchhoff, 1824 – 1887) erklärt, das besagt, dass ein Körper, der in der Lage ist, die gesamte Strahlung beliebiger Wellenlängen zu absorbieren, ebenso in der Lage ist, Strahlung abzugeben.
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Abbildung 20.2  Gustav Robert Kirchhoff (1824 – 1887)

Der Aufbau eines schwarzen Körpers ist im Prinzip sehr einfach. Die Strahlungseigenschaften einer Öffnung in einem isothermen Behälter, die aus einem undurchsichtigen absorbierenden Material besteht, repräsentieren fast genau die Eigenschaften eines schwarzen Körpers. Eine praktische Anwendung des Prinzips auf die Konstruktion eines perfekten Strahlungsabsorbers besteht in einem Kasten, der mit Ausnahme einer Öffnung an einer Seite lichtundurchlässig ist. Jede Strahlung, die in das Loch gelangt, wird gestreut und durch wiederholte Reflexionen absorbiert, so dass nur ein unendlich kleiner Bruchteil entweichen kann. Die Schwärze, die an der Öffnung erzielt wird, entspricht fast einem schwarzen Körper und ist für alle Wellenlängen nahezu perfekt.
Durch Ergänzen eines solchen isothermen Behälters mit einer geeigneten Heizquelle erhält man einen so genannten Hohlraumstrahler. Ein auf eine gleichmäßige Temperatur aufgeheizter isothermer Kasten erzeugt die Strahlung eines schwarzen Körpers. Dessen Eigenschaften werden allein durch die Temperatur der des Hohlraums bestimmt. Solche Hohlraumstrahler werden gemeinhin als Strahlungsquellen in Temperaturreferenzstandards in Labors zur Kalibrierung thermografischer Instrumente, z. B. einer FLIR Systems-Kamera, verwendet.
Wenn die Temperatur der Strahlung des schwarzen Körpers auf über 525 °C steigt, wird die Quelle langsam sichtbar, so dass sie für das Auge nicht mehr schwarz erscheint. Dies ist die beginnende Rottemperatur der Strahlungsquelle, die dann bei weiterer Temperaturerhöhung orange oder gelb wird. Tatsächlich ist die sogenannte Farbtemperatur eines Objekts als die Temperatur definiert, auf die ein schwarzer Körper erhitzt werden müsste, um dasselbe Aussehen zu erzeugen.
Im Folgenden finden Sie drei Ausdrücke, mit denen die von einem schwarzen Körper abgegebene Strahlung beschrieben wird.

20.3.1  Plancksches Gesetz

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Abbildung 20.3  Max Planck (1858 – 1947)

Max Planck (1858 – 1947) konnte die spektrale Verteilung der Strahlung eines schwarzen Körpers mit Hilfe der folgenden Formel darstellen:
formula
Es gilt:
Wλb
Spektrale Abstrahlung des schwarzen Körpers bei Wellenlänge λ
c
Lichtgeschwindigkeit = 3 × 108 m/s
h
Plancksche Konstante = 6,6 × 10-34 Joule Sek
k
Boltzmann-Konstante = 1,4 × 10-23 Joule/K
T
Absolute Temperatur (K) eines schwarzen Körpers
λ
Wellenlänge (μm)
Die plancksche Formel erzeugt eine Reihe von Kurven, wenn sie für verschiedene Temperaturen dargestellt wird. Auf jeder planckschen Kurve ist die Spektralstrahlung Null bei λ = 0 und steigt dann bei einer Wellenlänge von λmax rasch auf ein Maximum an und nähert sich nach Überschreiten bei sehr langen Wellenlängen wieder Null an. Je höher die Temperatur, desto kürzer ist die Wellenlänge, bei der das Maximum auftritt.
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Abbildung 20.4  Die spektrale Abstrahlung eines schwarzen Körpers gemäß dem Planckschen Gesetz, für verschiedene absolute Temperaturen dargestellt. 1: Spektrale Abstrahlung (W/cm2 × 103(μm)); 2: Wellenlänge (μm)

20.3.2  Wiensches Verschiebungsgesetz

Durch Ableitung der planckschen Formel nach λ und Ermittlung des Maximums erhalten wir:
formula
Dies ist das Wiensche Verschiebungsgesetz (benannt nach Wilhelm Wien, 1864 – 1928), die mathematisch darstellt, dass mit zunehmender Temperatur des thermischen Strahlers die Farben von Rot in Orange oder Gelb übergehen. Die Wellenlänge der Farbe ist identisch mit der für λmax berechneten Wellenlänge. Eine gute Näherung für den Wert von λmax für einen gegebenen schwarzen Körper wird erzielt, indem die Faustregel 3000/T μm angewendet wird. So strahlt ein sehr heißer Stern, z. B. Sirius (11000 K), der bläulich weißes Licht abgibt, mit einem Spitzenwert der spektralen Abstrahlung, die innerhalb des unsichtbaren ultravioletten Spektrums bei der Wellenlänge 0,27 μm auftritt.
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Abbildung 20.5  Wilhelm Wien (1864 – 1928)

Die Sonne (ca. 6000 K) strahlt gelbes Licht aus. Der Spitzenwert liegt in der Mitte des sichtbaren Lichtspektrums bei etwa 0,5 μm.
Bei Raumtemperatur (300 K) liegt der Spitzenwert der Abstrahlung bei 9,7 μm im fernen Infrarotbereich, während bei der Temperatur von flüssigem Stickstoff (77 K) das Maximum einer beinahe zu vernachlässigenden Abstrahlung bei 38 μm liegt – extreme Infrarot-Wellenlängen.
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Abbildung 20.6  Plancksche Kurven auf halb-logarithmischen Skalen von 100 K bis 1000 K. Die gepunktete Linie stellt den Ort der maximalen Abstrahlung bei den einzelnen Temperaturen dar, wie sie vom Wienschen Verschiebungsgesetz beschrieben wird. 1: Spektrale Abstrahlung (W/cm2 (μm)); 2: Wellenlänge (μm).

20.3.3  Stefan-Boltzmann-Gesetz

Durch Integration der Planckschen Formel von λ = 0 bis λ = ∞ erhält man die gesamte abgegebene Strahlung eines schwarzen Körpers (Wb):
formula
Das Stefan-Boltzmann-Gesetz (nach Josef Stefan, 1835 – 1893, und Ludwig Boltzmann, 1844 – 1906) besagt, dass die gesamte emittierte Energie eines schwarzen Körpers proportional zur vierten Potenz seiner absoluten Temperatur steigt. Grafisch stellt Wb die Fläche unterhalb der planckschen Kurve für eine bestimmte Temperatur dar. Die emittierte Strahlung im Intervall λ = 0 bis λmax beträgt demnach nur 25 % der Gesamtstrahlung. Dies entspricht etwa der Strahlung der Sonne, die innerhalb des sichtbaren Spektralbereichs liegt.
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Abbildung 20.7  Josef Stefan (1835 – 1893) und Ludwig Boltzmann (1844 – 1906)

Wenn wir die Stefan-Boltzmann-Formel zur Berechnung der von einem menschlichen Körper ausgestrahlten Leistung bei einer Temperatur von 300 K und einer externen Oberfläche von ca. 2 m2 verwenden, erhalten wir 1 kW. Dieser Leistungsverlust ist nur erträglich aufgrund von kompensierender Absorption der Strahlung durch Umgebungsflächen, von Raumtemperaturen, die nicht zu sehr von der Körpertemperatur abweichen, oder natürlich durch Tragen von Kleidung.

20.3.4  Nicht-schwarze Körper als Strahlungsquellen

Bisher wurden nur schwarze Körper als Strahlungsquellen und die Strahlung schwarzer Körper behandelt. Reale Objekte erfüllen diese Gesetze selten über einen größeren Wellenlängenbereich, obwohl sie sich in bestimmten Spektralbereichen dem Verhalten der schwarzen Körper annähern mögen. So erscheint beispielsweise eine bestimmte Sorte von weißer Farbe im sichtbaren Bereich perfekt weiß, wird jedoch bei 2 μm deutlich grau und ab 3 μm sieht sie fast schwarz aus.
Es gibt drei Situationen, die verhindern können, dass sich ein reales Objekt wie ein schwarzer Körper verhält: Ein Bruchteil der auftretenden Strahlung α wird absorbiert, ein Bruchteil von ρ wird reflektiert und ein Bruchteil von τ wird übertragen. Da alle diese Faktoren mehr oder weniger abhängig von der Wellenlänge sind, wird der Index λ verwendet, um auf die spektrale Abhängigkeit ihrer Definitionen hinzuweisen. Daher gilt:
  • Die spektrale Absorptionsfähigkeit αλ = Verhältnis der spektralen Strahlungsleistung, die von einem Objekt absorbiert wird, zum Strahlungseinfall.
  • Die spektrale Reflektionsfähigkeit ρλ = Verhältnis der spektralen Strahlungsleistung, die von einem Objekt reflektiert wird, zum Strahlungseinfall.
  • Der spektrale Transmissionsgrad τλ = Verhältnis der spektralen Strahlungsleistung, die durch ein Objekt übertragen wird, zum Strahlungseinfall.
Die Summe dieser drei Faktoren muss für jede Wellenlänge immer den Gesamtwert ergeben. Daher gilt folgende Beziehung:
formula
Für undurchsichtige Materialien ist τλ = 0. Die Beziehung vereinfacht sich zu:
formula
Ein weiterer Faktor, Emissionsgrad genannt, ist zur Beschreibung des Bruchteils ε der Abstrahlung eines schwarzen Körpers, die von einem Objekt bei einer bestimmten Temperatur erzeugt wird, erforderlich. So gilt folgende Definition:
Der spektrale Emissionsgrad ελ = Verhältnis der spektralen Strahlungsleistung eines Objekts zu der spektralen Strahlungsleistung eines schwarzen Körpers mit derselben Temperatur und Wellenlänge.
Mathematisch ausgedrückt kann dies als Verhältnis der spektralen Strahlungsleistung des Objekts zur spektralen Strahlungsleistung eines schwarzen Körpers wie folgt beschrieben werden:
formula
Generell gibt es drei Arten von Strahlungsquellen, die sich darin unterscheiden, wie sich die Spektralstrahlung jeder einzelnen mit der Wellenlänge ändert.
  • Ein schwarzer Körper, für den gilt: ελ = ε = 1
  • Ein grauer Körper, für den gilt: ελ = ε = Konstante kleiner 1
  • Ein selektiver Strahler, bei dem ε sich mit der Wellenlänge ändert
Nach dem kirchhoffschen Gesetz entsprechen für alle Werkstoffe die emittierte Strahlung und die spektrale Absorptionsfähigkeit eines Körpers einer bestimmten Temperatur und Wellenlänge. Das bedeutet:
formula
Daraus erhalten wir für ein undurchsichtiges Material (da αλ + ρλ = 1):
formula
Für hochpolierte Materialien nähert sich ελ Null an, so dass für einen vollkommen reflektierenden Werkstoff (d. h. einen perfekten Spiegel) gilt:
formula
Für einen grauen Körper als Strahlungsquelle wird die Stefan-Boltzmann-Formel zu:
formula
Dies sagt aus, dass die gesamte Strahlungsleistung eines grauen Körpers dieselbe ist wie bei einem schwarzen Körper gleicher Temperatur, der proportional zum Wert von ε des grauen Körpers reduziert ist.
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Abbildung 20.8  Spektrale Abstrahlung von drei Strahlertypen 1: Spektrale Abstrahlung; 2: Wellenlänge; 3: Schwarzer Körper; 4: Selektiver Strahler; 5: Grauer Körper.

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Abbildung 20.9  Spektraler Emissionsgrad von drei Strahlertypen 1: Spektraler Emissionsgrad; 2: Wellenlänge; 3: Schwarzer Körper; 4: Grauer Körper; 5: Selektiver Strahler.

20.4  Halb-transparente Infrarotmaterialien

Stellen Sie sich jetzt einen nicht-metallischen, halb-transparenten Körper vor, z. B. in Form einer dicken, flachen Scheibe aus Kunststoff. Wenn die Scheibe erhitzt wird, muss sich die in dem Körper erzeugte Strahlung durch den Werkstoff, in dem sie teilweise absorbiert wird, an die Oberflächen durcharbeiten. Wenn sie an der Oberfläche eintrifft, wird außerdem ein Teil davon in das Innere zurückreflektiert. Die zurückreflektierte Strahlung wird wiederum teilweise absorbiert, ein Teil davon gelangt jedoch zur anderen Oberfläche, durch die der größte Anteil entweicht; ein Teil davon wird wieder zurückreflektiert. Obwohl die nachfolgenden Reflexionen immer schwächer werden, müssen sie alle addiert werden, wenn die Gesamtstrahlung der Scheibe ermittelt werden soll. Wenn die resultierende geometrische Reihe summiert wird, ergibt sich der effektive Emissionsgrad einer halb-transparenten Scheibe als:
formula
Wenn die Scheibe undurchsichtig wird, reduziert sich diese Formel auf die einzelne Formel:
formula
Diese letzte Beziehung ist besonders praktisch, da es oft einfacher ist, die Reflexionsfähigkeit zu messen, anstatt den Emissionsgrad direkt zu messen.

21  Die Messformel

Wie bereits erwähnt empfängt die Kamera beim Betrachten eines Objekts nicht nur die Strahlung vom Objekt selbst. Sie nimmt auch die Strahlung aus der Umgebung auf, die von der Objektoberfläche reflektiert wird. Beide Strahlungsanteile werden bis zu einem gewissen Grad durch die Atmosphäre im Messpfad abgeschwächt. Dazu kommt ein dritter Strahlungsanteil von der Atmosphäre selbst.
Diese Beschreibung der Messsituation, wie in der folgenden Abbildung dargestellt, ist eine recht genaue Erläuterung der tatsächlichen Bedingungen. Vernachlässigt wurden wahrscheinlich die Streuung des Sonnenlichts in der Atmosphäre oder die Streustrahlung von starken Strahlungsquellen außerhalb des Betrachtungsfeldes. Solche Störungen sind schwer zu quantifizieren, in den meisten Fällen jedoch glücklicherweise so gering, dass sie vernachlässigbar sind. Ist dies nicht der Fall, ist die Messkonfiguration wahrscheinlich so ausgelegt, dass zumindest ein erfahrener Bediener das Störungsrisiko erkennen kann. Dann liegt es in seiner Verantwortung, die Messsituation so zu ändern, dass Störungen vermieden werden, z. B. durch Ändern der Betrachtungsrichtung, Abschirmen starker Strahlungsquellen usw.
Unter Berücksichtigung der obigen Beschreibung kann mit Hilfe der nachfolgenden Abbildung eine Formel zur Berechnung der Objekttemperatur über das Ausgangssignal der kalibrierten Kamera abgeleitet werden.
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Abbildung 21.1  Schematische Darstellung der allgemeinen thermografischen Messsituation 1: Umgebung; 2: Objekt; 3: Atmosphäre; 4: Kamera

Wir gehen davon aus, dass die empfangene Strahlungsleistung W von einem Schwarzkörper als Temperaturquelle Tsource bei einer kurzen Entfernung ein Ausgabesignal Usource der Kamera erzeugt, das proportional zum Leistungseingang ist (Kamera mit linearer Leistung). Daraus ergibt sich (Gleichung 1):
formula
oder einfacher ausgedrückt:
formula
wobei C eine Konstante ist.
Handelt es sich um einen Graukörper mit der Abstrahlung ε, ist die empfangene Strahlung folglich εWsource.
Jetzt können wir die drei gesammelten Größen zur Strahlungsleistung notieren:
Die gesamte empfangene Strahlungsleistung kann nun notiert werden (Gleichung 2):
formula
Wir multiplizieren jeden Ausdruck mit der Konstante C aus Gleichung 1 und ersetzen die Produkte aus CW durch das entsprechende U gemäß derselben Gleichung und erhalten (Gleichung 3):
formula
Gleichung 3 wird nach Uobj aufgelöst (Gleichung 4):
formula
Dies ist die allgemeine Messformel, die in allen thermografischen Geräten von FLIR Systems verwendet wird. Die Spannungen der Formel lauten:

Tabelle 21.1  Spannungen

Uobj
Berechnete Ausgabespannung der Kamera für einen Schwarzkörper der Temperatur Tobj, also eine Spannung, die sofort in die tatsächliche Temperatur des betreffenden Objekts umgewandelt werden kann.
Utot
Gemessene Ausgabespannung der Kamera für den tatsächlichen Fall.
Urefl
Theoretische Ausgabespannung der Kamera für einen Schwarzkörper der Temperatur Trefl entsprechend der Kalibrierung.
Uatm
Theoretische Ausgabespannung der Kamera für einen Schwarzkörper der Temperatur Tatm entsprechend der Kalibrierung.
Der Bediener muss mehrere Parameterwerte für die Berechnung liefern:
  • die Objektabstrahlung ε,
  • die relative Luftfeuchtigkeit,
  • Tatm
  • Objektentfernung (Dobj)
  • die (effektive) Temperatur der Objektumgebung oder die reflektierte Umgebungstemperatur Trefl und
  • die Temperatur der Atmosphäre Tatm
Diese Aufgabe ist für den Bediener oft schwierig, da normalerweise die genauen Werte für die Abstrahlung und die Transmission der Atmosphäre für den tatsächlichen Fall nur schwer zu ermitteln sind. Die zwei Temperaturen sind für gewöhnlich ein geringeres Problem, wenn in der Umgebung keine großen und intensiven Strahlungsquellen vorhanden sind.
Eine natürliche Frage in diesem Zusammenhang ist: Wie wichtig ist die Kenntnis der richtigen Werte dieser Parameter? Es kann hilfreich sein, bereits an dieser Stelle ein Gefühl für diese Problematik zu entwickeln, indem verschiedene Messfälle betrachtet und die relativen Größen der drei Strahlungsgrößen verglichen werden. Daraus lässt sich ersehen, wann es wichtig ist, die richtigen Werte bestimmter Parameter zu verwenden.
Die folgenden Zahlen stellen die relativen Größen der drei Strahlungsanteile für drei verschiedene Objekttemperaturen, zwei Abstrahlungen und zwei Spektralbereiche dar: SW und LW. Die übrigen Parameter haben die folgenden festen Werte:
  • τ: 0,88
  • Trefl = +20°C
  • Tatm = +20°C
Es ist offensichtlich, dass die Messung niedriger Objekttemperaturen kritischer ist als die Messung hoher Temperaturen, da die Störstrahlungsquellen im ersteren Fall vergleichsweise stärker sind. Falls zusätzlich die Objektabstrahlung schwach ist, wird die Situation noch schwieriger.
Schließlich muss geklärt werden, wie wichtig es ist, die Kalibrierungskurve über dem höchsten Kalibrierungspunkt nutzen zu dürfen (Extrapolation genannt). Angenommen, in einem bestimmten Fall werden Utot = 4,5 Volt gemessen. Der höchste Kalibrierungspunkt der Kamera liegt im Bereich von 4,1 Volt, einem Wert, der dem Bediener unbekannt ist. Selbst wenn das Objekt ein Schwarzkörper ist, also Uobj = Utot ist, wird tatsächlich eine Extrapolation der Kalibrierungskurve durchgeführt, wenn 4,5 Volt in Temperatur umgerechnet werden.
Es wird nun angenommen, dass das Objekt nicht schwarz ist, seine Abstrahlung 0,75 und die Transmission 0,92 betragen. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die beiden zweiten Ausdrücke der Gleichung 4 zusammen 0,5 Volt ergeben. Die Berechnung von Uobj mit Hilfe der Gleichung 4 ergibt dann Uobj = 4,5 / 0,75 / 0,92 – 0,5 = 6,0. Dies ist eine recht extreme Extrapolation, besonders wenn man bedenkt, dass der Videoverstärker die Ausgabe wahrscheinlich auf 5 Volt beschränkt. Beachten Sie jedoch, dass die Anwendung der Kalibrierungskurve eine theoretische Vorgehensweise ist, bei der weder elektronische noch andere Beschränkungen bestehen. Wir sind davon überzeugt, dass bei einer fehlenden Signalbegrenzung in der Kamera und deren Kalibrierung auf weit mehr als 5 Volt die entstehende Kurve der tatsächlichen Kurve mit einer Extrapolation von mehr als 4,1 Volt sehr ähnlich gewesen wäre, vorausgesetzt, der Kalibrierungsalgorithmus beruht auf Gesetzen der Strahlungsphysik, wie zum Beispiel der Algorithmus von FLIR Systems. Natürlich muss es für solche Extrapolationen eine Grenze geben.
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Abbildung 21.2  Relative Größen der Strahlungsquellen unter verschiedenen Messbedingungen (SW-Kamera). 1: Objekttemperatur; 2: Abstrahlung; Obj: Objektstrahlung; Refl: Reflektierte Strahlung; Atm: Atmosphärenstrahlung. Feste Parameter: τ = 0,88; Trefl = 20 °C; Tatm = 20 °C.

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Abbildung 21.3  Relative Größen der Strahlungsquellen unter verschiedenen Messbedingungen (LW-Kamera). 1: Objekttemperatur; 2: Abstrahlung; Obj: Objektstrahlung; Refl: Reflektierte Strahlung; Atm: Atmosphärenstrahlung. Feste Parameter: τ = 0,88; Trefl = 20 °C; Tatm = 20 °C.

22  Emissionstabellen

In diesem Abschnitt finden Sie eine Aufstellung von Emissionsdaten aus der Fachliteratur und eigenen Messungen von FLIR Systems.

22.1  Referenzen

22.2  Tabellen

Tabelle 22.1  T: Gesamtspektrum; SW: 2–5 µm; LW: 8–14 µm, LLW: 6.5–20 µm; 1: Material; 2: Spezifizierung; 3:Temperatur in °C; 4: Spektrum; 5: Emissionsgrad: 6:Referenz

1

2

3

4

5

6

3M Scotch 35
PVC-Elektroisolierband (verschiedene Farben)
< 80
LW
≈ 0,96
13
3M Scotch 88
schwarzes PVC-Elektroisolierband
< 105
LW
≈ 0,96
13
3M Scotch 88
schwarzes PVC-Elektroisolierband
< 105
MW
< 0,96
13
3M Scotch Super 33+
schwarzes PVC-Elektroisolierband
< 80
LW
≈ 0,96
13
Aluminium
Blech, 4 Muster unterschiedlich zerkratzt
70
SW
0,05-0,08
9
Aluminium
Blech, 4 Muster unterschiedlich zerkratzt
70
LW
0,03-0,06
9
Aluminium
eloxiert, hellgrau, stumpf
70
SW
0,61
9
Aluminium
eloxiert, hellgrau, stumpf
70
LW
0,97
9
Aluminium
eloxiert, schwarz, stumpf
70
SW
0,67
9
Aluminium
eloxiert, schwarz, stumpf
70
LW
0,95
9
Aluminium
eloxiertes Blech
100
T
0,55
2
Aluminium
Folie
27
10 µm
0,04
3
Aluminium
Folie
27
3 µm
0,09
3
Aluminium
geraut
27
10 µm
0,18
3
Aluminium
geraut
27
3 µm
0,28
3
Aluminium
Guss, sandgestrahlt
70
SW
0,47
9
Aluminium
Guss, sandgestrahlt
70
LW
0,46
9
Aluminium
in HNO3 getaucht, Platte
100
T
0,05
4
Aluminium
poliert
50-100
T
0,04-0,06
1
Aluminium
poliert, Blech
100
T
0,05
2
Aluminium
polierte Platte
100
T
0,05
4
Aluminium
raue Oberfläche
20-50
T
0,06-0,07
1
Aluminium
stark oxidiert
50-500
T
0,2-0,3
1
Aluminium
stark verwittert
17
SW
0,83-0,94
5
Aluminium
unverändert, Blech
100
T
0,09
2
Aluminium
unverändert, Platte
100
T
0,09
4
Aluminium
vakuumbeschichtet
20
T
0,04
2
Aluminiumbronze
 
20
T
0,60
1
Aluminiumhydroxid
Pulver
 
T
0,28
1
Aluminiumoxid
aktiviert, Pulver
 
T
0,46
1
Aluminiumoxid
rein, Pulver (Aluminiumoxid)
 
T
0,16
1
Asbest
Bodenfliesen
35
SW
0,94
7
Asbest
Brett
20
T
0,96
1
Asbest
Gewerbe
 
T
0,78
1
Asbest
Papier
40-400
T
0,93-0,95
1
Asbest
Pulver
 
T
0,40-0,60
1
Asbest
Ziegel
20
T
0,96
1
Asphaltstraßenbelag
 
4
LLW
0,967
8
Beton
 
20
T
0,92
2
Beton
Gehweg
5
LLW
0,974
8
Beton
rau
17
SW
0,97
5
Beton
trocken
36
SW
0,95
7
Blech
glänzend
20-50
T
0,04-0,06
1
Blech
Weißblech
100
T
0,07
2
Blei
glänzend
250
T
0,08
1
Blei
nicht oxidiert, poliert
100
T
0,05
4
Blei
oxidiert bei 200°C
200
T
0,63
1
Blei
oxidiert, grau
20
T
0,28
1
Blei
oxidiert, grau
22
T
0,28
4
Blei rot
 
100
T
0,93
4
Blei rot, Pulver
 
100
T
0,93
1
Bronze
Phosphorbronze
70
SW
0,08
9
Bronze
Phosphorbronze
70
LW
0,06
9
Bronze
poliert
50
T
0,1
1
Bronze
porös, rau
50-150
T
0,55
1
Bronze
Pulver
 
T
0,76-0,80
1
Chrom
poliert
50
T
0,10
1
Chrom
poliert
500-1000
T
0,28-0,38
1
Ebonit
   
T
0,89
1
Eis: Siehe Wasser
         
Eisen galvanisiert
Blech
92
T
0,07
4
Eisen galvanisiert
Blech, oxidiert
20
T
0,28
1
Eisen galvanisiert
Blech, poliert
30
T
0,23
1
Eisen galvanisiert
stark oxidiert
70
SW
0,64
9
Eisen galvanisiert
stark oxidiert
70
LW
0,85
9
Eisen und Stahl
elektrolytisch
100
T
0,05
4
Eisen und Stahl
elektrolytisch
22
T
0,05
4
Eisen und Stahl
elektrolytisch
260
T
0,07
4
Eisen und Stahl
elektrolytisch, hochglanzpoliert
175-225
T
0,05-0,06
1
Eisen und Stahl
frisch gewalzt
20
T
0,24
1
Eisen und Stahl
frisch mit Schmirgelpapier bearbeitet
20
T
0,24
1
Eisen und Stahl
geschliffenes Blech
950–1.100
T
0,55-0,61
1
Eisen und Stahl
geschmiedet, hochglanzpoliert
40-250
T
0,28
1
Eisen und Stahl
gewalztes Blech
50
T
0,56
1
Eisen und Stahl
glänzend, geätzt
150
T
0,16
1
Eisen und Stahl
glänzende Oxidschicht, Blech
20
T
0,82
1
Eisen und Stahl
heißgewalzt
130
T
0,60
1
Eisen und Stahl
heißgewalzt
20
T
0,77
1
Eisen und Stahl
kaltgewalzt
70
SW
0,20
9
Eisen und Stahl
kaltgewalzt
70
LW
0,09
9
Eisen und Stahl
mit rotem Rost bedeckt
20
T
0,61-0,85
1
Eisen und Stahl
oxidiert
100
T
0,74
4
Eisen und Stahl
oxidiert
100
T
0,74
1
Eisen und Stahl
oxidiert
1227
T
0,89
4
Eisen und Stahl
oxidiert
125-525
T
0,78-0,82
1
Eisen und Stahl
oxidiert
200
T
0,79
2
Eisen und Stahl
oxidiert
200-600
T
0,80
1
Eisen und Stahl
poliert
100
T
0,07
2
Eisen und Stahl
poliert
400-1000
T
0,14-0,38
1
Eisen und Stahl
poliertes Blech
750-1.050
T
0,52-0,56
1
Eisen und Stahl
rau, ebene Oberfläche
50
T
0,95-0,98
1
Eisen und Stahl
rostig, rot
20
T
0,69
1
Eisen und Stahl
rostrot, Blech
22
T
0,69
4
Eisen und Stahl
stark oxidiert
50
T
0,88
1
Eisen und Stahl
stark oxidiert
500
T
0,98
1
Eisen und Stahl
stark verrostet
17
SW
0,96
5
Eisen und Stahl
stark verrostetes Blech
20
T
0,69
2
Eisen verzinnt
Blech
24
T
0,064
4
Emaille
 
20
T
0,9
1
Emaille
Lack
20
T
0,85-0,95
1
Erde
mit Wasser gesättigt
20
T
0,95
2
Erde
trocken
20
T
0,92
2
Faserplatte
hart, unbehandelt
20
SW
0,85
6
Faserplatte
Ottrelith
70
SW
0,75
9
Faserplatte
Ottrelith
70
LW
0,88
9
Faserplatte
Partikelplatte
70
SW
0,77
9
Faserplatte
Partikelplatte
70
LW
0,89
9
Faserplatte
porös, unbehandelt
20
SW
0,85
6
Firnis
auf Eichenparkettboden
70
SW
0,90
9
Firnis
auf Eichenparkettboden
70
LW
0,90-0,93
9
Firnis
matt
20
SW
0,93
6
Gips
 
20
T
0,8-0,9
1
Gipsputz
 
17
SW
0,86
5
Gipsputz
Gipsplatte, unbehandelt
20
SW
0,90
6
Gipsputz
raue Oberfläche
20
T
0,91
2
Glasscheibe (Floatglas)
nicht beschichtet
20
LW
0,97
14
Gold
hochglanzpoliert
200-600
T
0,02-0,03
1
Gold
hochpoliert
100
T
0,02
2
Gold
poliert
130
T
0,018
1
Granit
poliert
20
LLW
0,849
8
Granit
rau
21
LLW
0,879
8
Granit
rau, 4 verschiedene Muster
70
SW
0,95-0,97
9
Granit
rau, 4 verschiedene Muster
70
LW
0,77-0,87
9
Gummi
hart
20
T
0,95
1
Gummi
weich, grau, rau
20
T
0,95
1
Gusseisen
bearbeitet
800-1000
T
0,60-0,70
1
Gusseisen
flüssig
1.300
T
0,28
1
Gusseisen
Guss
50
T
0,81
1
Gusseisen
Gusseisenblöcke
1000
T
0,95
1
Gusseisen
oxidiert
100
T
0,64
2
Gusseisen
oxidiert
260
T
0,66
4
Gusseisen
oxidiert
38
T
0,63
4
Gusseisen
oxidiert
538
T
0,76
4
Gusseisen
oxidiert bei 600°C
200-600
T
0,64-0,78
1
Gusseisen
poliert
200
T
0,21
1
Gusseisen
poliert
38
T
0,21
4
Gusseisen
poliert
40
T
0,21
2
Gusseisen
unbearbeitet
900–1.100
T
0,87-0,95
1
Haut
Mensch
32
T
0,98
2
Holz
 
17
SW
0,98
5
Holz
 
19
LLW
0,962
8
Holz
gehobelt
20
T
0,8-0,9
1
Holz
gehobelte Eiche
20
T
0,90
2
Holz
gehobelte Eiche
70
SW
0,77
9
Holz
gehobelte Eiche
70
LW
0,88
9
Holz
geschmirgelt
 
T
0,5-0,7
1
Holz
Pinie, 4 verschiedene Muster
70
SW
0,67-0,75
9
Holz
Pinie, 4 verschiedene Muster
70
LW
0,81-0,89
9
Holz
Sperrholz, glatt, trocken
36
SW
0,82
7
Holz
Sperrholz, unbehandelt
20
SW
0,83
6
Holz
weiß, feucht
20
T
0,7-0,8
1
Kalk
   
T
0,3-0,4
1
Kohlenstoff
Grafit, Oberfläche gefeilt
20
T
0,98
2
Kohlenstoff
Grafitpulver
 
T
0,97
1
Kohlenstoff
Holzkohlepulver
 
T
0,96
1
Kohlenstoff
Kerzenruß
20
T
0,95
2
Kohlenstoff
Lampenruß
20-400
T
0,95-0,97
1
Krylon Ultra-flat black 1602
Mattschwarz
Raumtemperatur bis 175
LW
≈ 0,96
12
Krylon Ultra-flat black 1602
Mattschwarz
Raumtemperatur bis 175
MW
≈ 0,97
12
Kunststoff
Glasfaserlaminat (Leiterplatte)
70
SW
0,94
9
Kunststoff
Glasfaserlaminat (Leiterplatte)
70
LW
0,91
9
Kunststoff
Polyurethan-Isolierplatte
70
LW
0,55
9
Kunststoff
Polyurethan-Isolierplatte
70
SW
0,29
9
Kunststoff
PVC, Kunststoffboden, stumpf, strukturiert
70
SW
0,94
9
Kunststoff
PVC, Kunststoffboden, stumpf, strukturiert
70
LW
0,93
9
Kupfer
elektrolytisch, hochglanzpoliert
80
T
0,018
1
Kupfer
elektrolytisch, poliert
-34
T
0,006
4
Kupfer
geschabt
27
T
0,07
4
Kupfer
geschmolzen
1.100-1.300
T
0,13-0,15
1
Kupfer
kommerziell, glänzend
20
T
0,07
1
Kupfer
oxidiert
50
T
0,6-0,7
1
Kupfer
oxidiert schwarz
 
T
0,88
1
Kupfer
oxidiert, dunkel
27
T
0,78
4
Kupfer
oxidiert, stark
20
T
0,78
2
Kupfer
poliert
50-100
T
0,02
1
Kupfer
poliert
100
T
0,03
2
Kupfer
poliert, kommerziell
27
T
0,03
4
Kupfer
poliert, mechanisch
22
T
0,015
4
Kupfer
rein, sorgfältig vorbereitete Oberfläche
22
T
0,008
4
Kupferdioxid
Pulver
 
T
0,84
1
Kupferoxid
rot, Pulver
 
T
0,70
1
Lack
3 Farben auf Aluminium gesprüht
70
SW
0,50-0,53
9
Lack
3 Farben auf Aluminium gesprüht
70
LW
0,92-0,94
9
Lack
Aluminium auf rauer Oberfläche
20
T
0,4
1
Lack
Bakelit
80
T
0,83
1
Lack
hitzebeständig
100
T
0,92
1
Lack
schwarz, glänzend, auf Eisen gesprüht
20
T
0,87
1
Lack
schwarz, matt
100
T
0,97
2
Lack
schwarz, stumpf
40-100
T
0,96-0,98
1
Lack
weiß
100
T
0,92
2
Lack
weiß
40-100
T
0,8-0,95
1
Lacke
8 verschiedene Farben und Qualitäten
70
SW
0,88-0,96
9
Lacke
8 verschiedene Farben und Qualitäten
70
LW
0,92-0,94
9
Lacke
Aluminium, unterschiedliches Alter
50-100
T
0,27-0,67
1
Lacke
auf Ölbasis, Mittelwert von 16 Farben
100
T
0,94
2
Lacke
chromgrün
 
T
0,65-0,70
1
Lacke
kadmiumgelb
 
T
0,28-0,33
1
Lacke
kobaltblau
 
T
0,7-0,8
1
Lacke
Kunststoff, schwarz
20
SW
0,95
6
Lacke
Kunststoff, weiß
20
SW
0,84
6
Lacke
Öl
17
SW
0,87
5
Lacke
Öl, diverse Farben
100
T
0,92-0,96
1
Lacke
Öl, glänzend grau
20
SW
0,96
6
Lacke
Öl, grau, matt
20
SW
0,97
6
Lacke
Öl, schwarz glänzend
20
SW
0,92
6
Lacke
Öl, schwarz, matt
20
SW
0,94
6
Leder
gebräunt, gegerbt
 
T
0,75-0,80
1
Magnesium
 
22
T
0,07
4
Magnesium
 
260
T
0,13
4
Magnesium
 
538
T
0,18
4
Magnesium
poliert
20
T
0,07
2
Magnesiumpulver
   
T
0,86
1
Messing
abgerieben mit 80er-Schmirgelpapier
20
T
0,20
2
Messing
Blech, gewalzt
20
T
0,06
1
Messing
Blech, mit Schmirgelpapier bearbeitet
20
T
0,2
1
Messing
hochpoliert
100
T
0,03
2
Messing
oxidiert
100
T
0,61
2
Messing
oxidiert
70
SW
0,04-0,09
9
Messing
oxidiert
70
LW
0,03-0,07
9
Messing
oxidiert bei 600°C
200-600
T
0,59-0,61
1
Messing
poliert
200
T
0,03
1
Messing
stumpf, fleckig
20-350
T
0,22
1
Molybdän
 
1.500-2.200
T
0,19-0,26
1
Molybdän
 
600-1000
T
0,08-0,13
1
Molybdän
Faden
700-2.500
T
0,1-0,3
1
Mörtel
 
17
SW
0,87
5
Mörtel
trocken
36
SW
0,94
7
Nextel Velvet 811-21 Black
Mattschwarz
-60-150
LW
> 0.97
10 und 11
Nickel
Draht
200-1000
T
0,1-0,2
1
Nickel
elektrolytisch
22
T
0,04
4
Nickel
elektrolytisch
260
T
0,07
4
Nickel
elektrolytisch
38
T
0,06
4
Nickel
elektrolytisch
538
T
0,10
4
Nickel
galvanisiert auf Eisen, nicht poliert
20
T
0,11-0,40
1
Nickel
galvanisiert auf Eisen, nicht poliert
22
T
0,11
4
Nickel
galvanisiert auf Eisen, poliert
22
T
0,045
4
Nickel
galvanisiert, poliert
20
T
0,05
2
Nickel
hell matt
122
T
0,041
4
Nickel
oxidiert
1227
T
0,85
4
Nickel
oxidiert
200
T
0,37
2
Nickel
oxidiert
227
T
0,37
4
Nickel
oxidiert bei 600°C
200-600
T
0,37-0,48
1
Nickel
poliert
122
T
0,045
4
Nickel
rein, poliert
100
T
0,045
1
Nickel
rein, poliert
200-400
T
0,07-0,09
1
Nickelchrom
Draht, blank
50
T
0,65
1
Nickelchrom
Draht, blank
500-1000
T
0,71-0,79
1
Nickelchrom
Draht, oxidiert
50-500
T
0,95-0,98
1
Nickelchrom
gewalzt
700
T
0,25
1
Nickelchrom
sandgestrahlt
700
T
0,70
1
Nickeloxid
 
1.000-1.250
T
0,75-0,86
1
Nickeloxid
 
500-650
T
0,52-0,59
1
Papier
4 verschiedene Farben
70
SW
0,68-0,74
9
Papier
4 verschiedene Farben
70
LW
0,92-0,94
9
Papier
beschichtet mit schwarzem Lack
 
T
0,93
1
Papier
dunkelblau
 
T
0,84
1
Papier
gelb
 
T
0,72
1
Papier
grün
 
T
0,85
1
Papier
rot
 
T
0,76
1
Papier
schwarz
 
T
0,90
1
Papier
schwarz, stumpf
 
T
0,94
1
Papier
schwarz, stumpf
70
SW
0,86
9
Papier
schwarz, stumpf
70
LW
0,89
9
Papier
weiß
20
T
0,7-0,9
1
Papier
weiß, 3 verschiedene Glanzarten
70
SW
0,76-0,78
9
Papier
weiß, 3 verschiedene Glanzarten
70
LW
0,88-0,90
9
Papier
weiß, gebunden
20
T
0,93
2
Platin
 
1.000-1.500
T
0,14-0,18
1
Platin
 
100
T
0,05
4
Platin
 
1094
T
0,18
4
Platin
 
17
T
0,016
4
Platin
 
22
T
0,03
4
Platin
 
260
T
0,06
4
Platin
 
538
T
0,10
4
Platin
Band
900–1.100
T
0,12-0,17
1
Platin
Draht
1.400
T
0,18
1
Platin
Draht
50-200
T
0,06-0,07
1
Platin
Draht
500-1000
T
0,10-0,16
1
Platin
rein, poliert
200-600
T
0,05-0,10
1
Porzellan
glasiert
20
T
0,92
1
Porzellan
weiß, leuchtend
 
T
0,70-0,75
1
rostfreier Stahl
Blech, poliert
70
SW
0,18
9
rostfreier Stahl
Blech, poliert
70
LW
0,14
9
rostfreier Stahl
Blech, unbehandelt, etwas zerkratzt
70
SW
0,30
9
rostfreier Stahl
Blech, unbehandelt, etwas zerkratzt
70
LW
0,28
9
rostfreier Stahl
gewalzt
700
T
0,45
1
rostfreier Stahl
Legierung, 8 % Ni, 18 % Cr
500
T
0,35
1
rostfreier Stahl
sandgestrahlt
700
T
0,70
1
rostfreier Stahl
Typ 18 – 8, glänzend
20
T
0,16
2
rostfreier Stahl
Typ 18-8, oxidiert bei 800 °C
60
T
0,85
2
Sand
   
T
0,60
1
Sand
 
20
T
0,90
2
Sandstein
poliert
19
LLW
0,909
8
Sandstein
rau
19
LLW
0,935
8
Schlacke
Kessel
0-100
T
0,97-0,93
1
Schlacke
Kessel
1.400-1.800
T
0,69-0,67
1
Schlacke
Kessel
200-500
T
0,89-0,78
1
Schlacke
Kessel
600-1.200
T
0,76-0,70
1
Schmirgelpapier
grob
80
T
0,85
1
Schnee: Siehe Wasser
         
Silber
poliert
100
T
0,03
2
Silber
rein, poliert
200-600
T
0,02-0,03
1
Spanplatte
unbehandelt
20
SW
0,90
6
Stukkatur
rau, gelbgrün
10-90
T
0,91
1
Styropor
Wärmedämmung
37
SW
0,60
7
Tapete
leicht gemustert, hellgrau
20
SW
0,85
6
Tapete
leicht gemustert, rot
20
SW
0,90
6
Teer
   
T
0,79-0,84
1
Teer
Papier
20
T
0,91-0,93
1
Titan
oxidiert bei 540°C
1000
T
0,60
1
Titan
oxidiert bei 540°C
200
T
0,40
1
Titan
oxidiert bei 540°C
500
T
0,50
1
Titan
poliert
1000
T
0,36
1
Titan
poliert
200
T
0,15
1
Titan
poliert
500
T
0,20
1
Ton
gebrannt
70
T
0,91
1
Tuch
schwarz
20
T
0,98
1
Wasser
destilliert
20
T
0,96
2
Wasser
Eis, bedeckt mit starkem Frost
0
T
0,98
1
Wasser
Eis, glatt
-10
T
0,96
2
Wasser
Eis, glatt
0
T
0,97
1
Wasser
Frostkristalle
-10
T
0,98
2
Wasser
Schicht >0,1 mm dick
0-100
T
0,95-0,98
1
Wasser
Schnee
 
T
0,8
1
Wasser
Schnee
-10
T
0,85
2
Wolfram
 
1.500-2.200
T
0,24-0,31
1
Wolfram
 
200
T
0,05
1
Wolfram
 
600-1000
T
0,1-0,16
1
Wolfram
Faden
3.300
T
0,39
1
Ziegel
Aluminiumoxid
17
SW
0,68
5
Ziegel
Dinas-Siliziumoxid, Feuerfestprodukt
1000
T
0,66
1
Ziegel
Dinas-Siliziumoxid, glasiert, rau
1.100
T
0,85
1
Ziegel
Dinas-Siliziumoxid, unglasiert, rau
1000
T
0,80
1
Ziegel
Feuerfestprodukt, Korund
1000
T
0,46
1
Ziegel
Feuerfestprodukt, Magnesit
1.000-1.300
T
0,38
1
Ziegel
Feuerfestprodukt, schwach strahlend
500-1000
T
0,65-0,75
1
Ziegel
Feuerfestprodukt, stark strahlend
500-1000
T
0,8-0,9
1
Ziegel
Feuerziegel
17
SW
0,68
5
Ziegel
glasiert
17
SW
0,94
5
Ziegel
Mauerwerk
35
SW
0,94
7
Ziegel
Mauerwerk, verputzt
20
T
0,94
1
Ziegel
normal
17
SW
0,86-0,81
5
Ziegel
rot, normal
20
T
0,93
2
Ziegel
rot, rau
20
T
0,88-0,93
1
Ziegel
Schamotte
1000
T
0,75
1
Ziegel
Schamotte
1200
T
0,59
1
Ziegel
Schamotte
20
T
0,85
1
Ziegel
Siliziumoxid, 95 % SiO2
1230
T
0,66
1
Ziegel
Sillimanit, 33 % SiO2, 64% Al2O3
1.500
T
0,29
1
Ziegel
wasserfest
17
SW
0,87
5
Zink
Blech
50
T
0,20
1
Zink
oxidiert bei 400°C
400
T
0,11
1
Zink
oxidierte Oberfläche
1.000-1.200
T
0,50-0,60
1
Zink
poliert
200-300
T
0,04-0,05
1
Öl, Schmieröl
0,025-mm-Film
20
T
0,27
2
Öl, Schmieröl
0,050-mm-Film
20
T
0,46
2
Öl, Schmieröl
0,125-mm-Film
20
T
0,72
2
Öl, Schmieröl
dicke Schicht
20
T
0,82
2
Öl, Schmieröl
Film auf Ni-Basis: nur Ni-Basis
20
T
0,05
2