20  Ändern von Einstellungen

20.1  Einstellungen in Optionen FLIR Tools/Tools+‎

20.1.1  Das Dialogfeld Optionen (für Programmoptionen)‎

20.1.1.1  Die Registerkarte Aufzeichnung

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Dateinamenpräfix : Das Präfix,‎ das in Dateinamen für Aufnahmen eingefügt wird.
Bildformat : Das Bildformat für Momentaufnahmen,‎ die als Bilddateien für Aufnahmen gespeichert werden.
Videoformat : Das Videoformat für Aufnahmen.
Durchsuchen : Klicken Sie auf Durchsuchen ,‎ um den Speicherort für Videoaufnahmen festzulegen.
Speicherplatz : Die verfügbare Festplattenspeicher für Aufnahmen.

20.1.1.2  Die Registerkarte Ansicht

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Coldspot und Hotspot ausblenden : Aktivieren Sie das Kontrollkästchen,‎ um vorhandene kalte und heiße Spots in einem Bild auszublenden.
Assistenten öffnen,‎ wenn eine Kamera angeschlossen wird. : Aktivieren Sie das Kontrollkästchen,‎ um den Importleitfaden beim Anschließen der Kamera anzuzeigen.
Für "Bild autom. einstellen" gesamte Skala verwenden : (Gilt nur für Kameramodelle FLIR GF3xx.)‎ Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen,‎ wenn Sie beim Importieren eines Bildes in FLIR Tools/Tools+‎ den gesamten Temperaturbereich anstelle des Temperaturbereiches des Bildes verwenden möchten. Ist dieses Kontrollkästchen nicht aktiviert,‎ könnte das Bild nach dem Import wesentlich dunkler sein,‎ da FLIR Tools/Tools+‎ den voreingestellten Temperaturbereich verwendet. Weitere Informationen zum Szenario-Temperaturbereich finden Sie im Handbuch zur Kamera FLIR GF3xx.

20.1.1.3  Die Registerkarte Bibliothek

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Zur Bibliothek hinzufügen : Um einen vorhandenen Ordner der Bildbibliothek des Computers hinzuzufügen,‎ klicken Sie auf Durchsuchen ,‎ und navigieren Sie zum betreffenden Ordner.
Ordner entfernen : Um einen Ordner aus der Bildbibliothek zu entfernen,‎ wählen Sie den Ordner in der Ordnerliste,‎ und klicken Sie anschließend auf Ordner entfernen .

20.1.1.4  Die Registerkarte Bericht

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Seitengröße : Wählen Sie ein neues Seitenformat aus der Liste,‎ um das Seitenformat zu ändern. Die folgenden Optionen sind verfügbar A4 ,‎ US Letter ,‎ und US Legal .
Alle Parameter anzeigen : Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen,‎ um alle Messparameter für ein Bild in einem Bericht anzuzeigen.
Extrahieren Sie bei der Generierung ein Digitalkamerafoto vom Wärmebild (wenn verfügbar)‎ : Bei Kameras,‎ die multispektrale Bilder unterstützen,‎ sind alle Bildmodi in einer einzelnen Bilddatei enthalten: MSX,‎ thermisch,‎ thermische Fusion,‎ thermische Überblendung,‎ Bild-im-Bild und das Bild der Digitalkamera. Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen,‎ um das Bild der Digitalkamera bei der Berichterstellung zu extrahieren.
Pfad für integrierte Vorlagen : Der Dateipfad zu den integrierten Vorlagen des Programms.
Pfad für benutzerdefinierte Vorlagen : Der Dateipfad zu den benutzerdefinierten Vorlagen des Programms.
Logo : Wenn Sie ein Logo in der oberen linken Ecke der Berichtsseiten anzeigen möchten,‎ aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen. Klicken Sie auf Durchsuchen ,‎ und navigieren Sie zur betreffenden Logodatei,‎ um ein anderes Logo anzuzeigen.
Header : Ein Textfeld,‎ in das Sie beliebigen Text eingeben können,‎ der in der Kopfzeile des Berichts angezeigt werden soll.
Footer : Ein Textfeld,‎ in das Sie beliebigen Text eingeben können,‎ der in der Fußzeile des Berichts angezeigt werden soll.

20.1.1.5  Die Registerkarte Einheiten

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Temperatureinheit : Die Einheit für Temperaturwerte im Programm und den Berichten. Wählen Sie eine andere Einheit,‎ um die Einheit zu ändern. Die folgenden Optionen sind verfügbar: Celsius ,‎ Fahrenheit ,‎ Kelvin .
Entfernungseinheit : Die Einheit für Entfernungen im Programm und in den Berichten. Um die Einheit zu ändern,‎ wählen Sie eine andere Einheit. Die folgenden Optionen sind verfügbar: Meter ,‎ Fuß .

20.1.1.6  Die Registerkarte Sprache

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Sprache : Um die Sprache zu ändern,‎ wählen Sie eine neue Sprache im Listenfeld aus.

20.1.2  Das Dialogfeld Optionen (für Diagrammoptionen)‎

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Diagrammüberschrift : Hier können Sie den gewünschten Titel des Diagramms eingeben.
Anzahl von Punkten : Die Zahl der Datenpunkte,‎ auf denen das Diagramm basiert.
Fadenkreuz einblenden : Wählen Sie dieses Kontrollkästchen aus,‎ um ein Fadenkreuz anzuzeigen,‎ das sich mit der Maus bewegen lässt und die Werte auf der X- und Y-Achse anzeigt. Graphic
Neuesten Y-Wert anzeigen : Wählen Sie dieses Kontrollkästchen aus,‎ um den aktuellsten Y-Wert anzuzeigen. Graphic
x-Achse > Automatisch : Dadurch setzt FLIR Tools/Tools+‎ automatisch die Grenzwerte für die X-Achse. Wählen Sie dazu Automatisch aus.
x-Achse > Manuell : Dadurch können Sie die Grenzwerte für die X-Achse manuell setzen. Wählen Sie dazu Manuell aus,‎ und geben Sie die Anfangs- und Endpunkte ein.
y-Achse > Automatisch : Dadurch setzt FLIR Tools/Tools+‎ automatisch die Grenzwerte für die Y-Achse. Wählen Sie dazu Automatisch aus.
y-Achse > Manuell : Dadurch können Sie die Grenzwerte für die Y-Achse manuell setzen. Wählen Sie dazu Manuell aus,‎ und geben Sie die Werte für Minimum und Maximum ein.

20.2  Einstellungen zu Kameras der Serien FLIR Kx3‎ und FLIR Kx5‎

20.2.1   Allgemein

Die Serie FLIR K ist eine Serie robuster und zuverlässiger Infrarotkameras,‎ die zur Verwendung unter widrigsten Umständen entwickelt wurde. Sie hat eine intuitive Benutzeroberfläche,‎ und ist so entwickelt,‎ dass sie auch mit einer behandschuhten Hand leicht zu bedienen ist. Das gestochen scharfe Bild hilft Ihnen dabei,‎ sich in Rauch zurechtzufinden und schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Durch Anschließen einer Kamera der Serien FLIR Kx3 und FLIR Kx5 an FLIR Tools/Tools+ erhalten Sie Zugriff auf die Einstellungen in der Kamera.

20.2.2  Registerkarte Allgemeine Einstellungen

20.2.2.1   Abbildung

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20.2.2.2   Erläuterung

Bereich Regionaleinstellungen : Um die Zeit- und Datumseinstellungen der Kamera mit dem Computer zu synchronisieren,‎ aktivieren Sie das Kontrollkästchen.
Bereich Firmware info : Um zu überprüfen,‎ ob eine neuere Version der Firmware der Kamera vorhanden ist,‎ klicken Sie auf Check for updates ,‎ und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
Bereich Werkseinstellungen wiederherstellen : Um alle Kameraeinstellungen auf die Standardeinstellungen zurückzusetzen,‎ klicken Sie auf Wiederherstellen .

20.2.3  Registerkarte Benutzeroberfläche

20.2.3.1   Abbildung

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20.2.3.2   Erläuterung

Bereich Kameramodi:
  • FLIR Kx5: Um festzulegen,‎ welche Kameramodi in der Kamera aktiviert sein sollen,‎ wählen Sie den Kameramodus. Weitere Informationen zu den einzelnen Kameramodi finden Sie in Abschnitt 20.2.4 Erläuterung der unterschiedlichen Kameramodi .
  • FLIR Kx3: Die Kamera verfügt über einen Kameramodus: Standardmodus. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 20.2.4.1 .
Bereich Trigger-Taste: Die Kamera verfügt über eine Trigger-Taste. Mit den Einstellungen im Bereich Trigger-Taste können Sie die Funktion der Trigger-Taste auswählen. Sie wählen,‎ was passiert,‎ wenn Sie die Trigger-Taste drücken (kurze Betätigung)‎ und wenn Sie sie halten (lange Betätigung)‎.
  • Keine Funktion,‎ Keine Funktion: Wählen Sie diese Option,‎ um der Trigger-Taste keine Funktion zuzuweisen. Beim Drücken der Trigger-Taste geschieht nichts.
  • Keine Funktion,‎ Bild einfrieren: Wählen Sie diese Option,‎ wenn beim Drücken und Halten der Trigger-Taste das Bild eingefroren werden soll. Wenn Sie die Trigger-Taste loslassen,‎ bewegt sich das Bild wieder. Bei kurzem Drücken der Trigger-Taste geschieht nichts.
  • Keine Funktion,‎ Video aufnehmen (nicht zutreffend für FLIR K33 und FLIR K45)‎: Wählen Sie diese Option,‎ wenn die Kamera beim Drücken und Halten der Trigger-Taste ein Video aufnehmen soll. Die Aufnahme stoppt beim Loslassen der Trigger-Taste. Bei kurzem Drücken der Trigger-Taste geschieht nichts.
  • Bild speichern,‎ Keine Funktion (nicht zutreffend für FLIR K33)‎: Wählen Sie diese Option,‎ wenn die Kamera bei kurzem Drücken der Trigger-Taste ein Bild speichern soll. Beim Drücken und Halten der Trigger-Taste geschieht nichts.
  • Bild speichern,‎ Bild einfrieren (nicht zutreffend für FLIR K33)‎: Wählen Sie diese Option,‎ wenn die Kamera bei kurzem Drücken der Trigger-Taste ein Bild speichern und beim Drücken und Halten der Trigger-Taste das Bild einfrieren soll. Lassen Sie die Taste los,‎ kehrt das Bild in den Livemodus zurück.
  • Bild speichern,‎ Video aufnehmen (nicht zutreffend für FLIR K33 und FLIR K45)‎: Wählen Sie diese Option,‎ wenn die Kamera bei kurzem Drücken der Trigger-Taste ein Bild speichern und beim Drücken und Halten der Trigger-Taste ein Video aufnehmen soll. Wenn Sie die Trigger-Taste loslassen,‎ wird die Videoaufnahme gestoppt.
  • Aufz. ein/aus,‎ Keine Funktion (nicht zutreffend für FLIR K33 und FLIR K45)‎: Wählen Sie diese Option,‎ wenn die Kamera beim Drücken der Trigger-Taste ein Video aufnehmen und beim erneuten Drücken der Trigger-Taste die Videoaufnahme stoppen soll. Wenn Sie die Trigger-Taste drücken und halten,‎ geschieht nichts.
  • Durchgehende Aufz. (Trigger deaktiviert)‎ (nicht zutreffend für FLIR K33 und FLIR K45)‎: Wählen Sie diese Option,‎ wenn die Kamera beim Anschalten eine durchgehende Videoaufzeichnung starten soll. Die Aufzeichnung kann nicht angehalten werden. Wenn Sie die Trigger-Taste drücken,‎ geschieht nichts.
Bereich Grundverstärkungsmodus:
  • Automatischer Grundverstärkungsmodus: Auswählen,‎ damit die Kamera je nach Bildtemperatur zwischen dem hohen und dem niedrigen Empfindlichkeitsbereich wechselt. Die Kamera wechselt bei einer Temperatur von 150°C zwischen den beiden Modi.
  • Geringer Grundverstärkungsmodus: Auswählen,‎ damit die Kamera nur im niedrigen Empfindlichkeitsbereich arbeitet. Dies hat den Vorteil,‎ dass die Kamera keine Inhomogenitätskorrektur (NUC)‎ durchführt,‎ wenn ein Objekt mit Temperatur über 150°C im Bild erscheint. Nachteile sind allerdings eine niedrigere Empfindlichkeit und mehr Signalrauschen.
Bereich Temperatureinheit : Um eine andere Temperatureinheit auszuwählen,‎ klicken Sie auf Celsius oder auf Fahrenheit .
Bereich Thermal indication :
  • Digital readout only : Auswählen,‎ um die Temperaturinformationen im Bild nur als Temperatur des Messpunkts anzeigen zu lassen. In Modi mit automatischer farblicher Darstellung der Wärme bleibt die Farbgebung im Bilde bestehen,‎ doch das statische Hinweissymbol für die Farbverteilung wird nicht angezeigt.
  • Reference bar : In Modi mit farblicher Darstellung der Wärme zeig im Bereich Wärmeanzeige eine senkrechte Referenzleiste die Farbverteilung für die Temperaturen an. Dieses statische Symbol zeigt an,‎ wie Temperaturen durch Farbe im jeweiligen Bereich des Kameramodus dargestellt werden. Die Farben Gelb,‎ Orange und Rot entsprechen einem temperaturabhängigen Farbtonwechsel bei steigender Temperatur.
  • Temp bar : Auswählen,‎ um die Wärmeanzeige in dem Bild als eine einem Thermometer ähnliche Temperaturleiste anzeigen zu lassen. Dies öffnet am rechten Bildrand eine dynamische Anzeige in Form einer vertikalen Temperaturleiste. Das obere Ende dieser dynamischen Leiste stellt die Temperatur am gemessenen Punkt dar. In Modi mit automatischer farblicher Darstellung der Wärme bleibt die Farbgebung im Bilde bestehen und ein statisches Hinweissymbol für Wärmefarben wird neben der Temperaturleiste angezeigt.
Bereich Benutzerdefiniertes Startbild hinzufügen: Um beim Start ein Bild Ihrer Wahl anzeigen zu lassen,‎ klicken Sie auf Browse ,‎ und navigieren Sie zu der Bilddatei. Dies ist zum Beispiel hilfreich,‎ um die Kameras Ihrer Feuerwehrwache zu identifizieren. Indem das Logo Ihrer Feuerwehr und eine eindeutige Identifikationsnummer in das Bild eingearbeitet werden,‎ können Sie leicht den Überblick über Ihre Kameras bewahren. Auf dieses Bild kann auch aus dem Kameramenü zugegriffen werden.

20.2.4  Erläuterung der unterschiedlichen Kameramodi

20.2.4.1  Standardmodus

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Abbildung 20.1  Standardmodus.

Der Standardmodus ist der Default-Modus der Kamera. Er ist ein Mehrzweckmodus für die Erstbekämpfung eines Brandes mit Bergungsoperationen und Brandeindämmung. Die Kamera wechselt automatisch zwischen dem Hochempfindlichkeitsbereich und dem Niedrigempfindlichkeitsbereich,‎ um ein optimales Infrarotbild zu erhalten,‎ während gleichzeitig eine sichere und konsistente farbige Wärmedarstellung des Brandorts angezeigt wird.
  • Automatischer Bereich.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: +‎150 bis +‎650 °C.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: –20 bis +‎150 °C.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: 0 bis +‎650 °C.

20.2.4.2  Schwarz-Weiß-Feuerlöschmodus

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Abbildung 20.2  Schwarz-Weiß-Feuerlöschmodus.

Der Schwarz-Weiß-Feuerlöschmodus ist ein standardisierter Feuerlöschmodus,‎ der auf dem Standardmodus basiert. Es ist ein Mehrzweckmodus für die ersten Maßnahmen der Brandbekämpfung,‎ welche Bergungsoperationen und die Eindämmung des Brandes umfassen. Er wurde speziell für Feuerwehrdienste entwickelt,‎ die keine Funktion zur farblichen Darstellung der Wärme verwenden möchten.
Die Kamera wechselt automatisch zwischen dem Bereich mit hoher Sensitivität und dem Bereich mit niedriger Sensitivität,‎ um ein optimales Infrarotbild zu bieten
  • Automatischer Bereich.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: –20 bis +‎150 °C.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: 0 bis +‎650 °C.

20.2.4.3  Feuermodus

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Abbildung 20.3  Feuermodus.

Der Feuermodus ist dem Standardmodus ähnlich,‎ jedoch ist der Temperatur-Startpunkt zur farblichen Darstellung der Wärme höher. Er ist für Brandstellen mit hohen Hintergrundtemperaturen geeignet,‎ bei denen bereits viele offene Flammen und eine hohe Hintergrundtemperatur vorhanden sind. Die Kamera wechselt automatisch zwischen dem Bereich mit hoher Empfindlichkeit und dem Bereich mit niedriger Empfindlichkeit,‎ um ein optimales Infrarotbild zu bieten und gleichzeitig eine sichere und konsistente farbliche Darstellung der Wärme beizubehalten.
  • Automatischer Bereich.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: +‎250 bis +‎650 °C.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: -20 bis +‎150 °C.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: 0 bis +‎650 °C.

20.2.4.4  Such- und Bergungsmodus

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Abbildung 20.4  Such- und Bergungsmodus.

Der Such- und Rettungsmodus ist dafür optimiert,‎ einen hohen Kontrast im Infrarotbild zu halten,‎ während in Landschaften,‎ Gebäuden oder an Unfallorten nach Personen gesucht wird.
  • Nur Hochempfindlichkeitsbereich.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: +‎100 bis +‎150°C.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: –20 bis +‎150 °C.

20.2.4.5  Wärmeerkennungsmodus

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Abbildung 20.5  Wärmeerkennungsmodus.

Der Wärmeerkennungsmodus ist für die Suche nach Brandherden (Hotspots)‎ während der Revision nach Löschen des Feuers optimiert – typischerweise um sicherzustellen,‎ dass keine versteckten Glutnester mehr vorhanden sind. Dieser Modus kann auch verwendet werden,‎ um Wärmemuster zu finden (beispielsweise von Menschen in Fahrzeugen nach einem Unfall)‎,‎ um sicherzustellen,‎ dass alle Personen geborgen wurden. Dieser Modus kann zudem verwendet werden,‎ um nach Menschen in Gewässern und offenen Landschaften zu suchen.
  • Nur Hochempfindlichkeitsbereich.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: nur die Bereiche mit den höchsten Temperaturen (20 %)‎ des betrachteten Motivs.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: –20 bis +‎150 °C.

20.3  Einstellungen zu Kameras der Serie FLIR Kx‎

20.3.1   Allgemein

Die Serie FLIR K ist eine Serie robuster und zuverlässiger Infrarotkameras,‎ die zur Verwendung unter widrigsten Umständen entwickelt wurde. Sie hat eine intuitive Benutzeroberfläche,‎ und ist so entwickelt,‎ dass sie auch mit einer behandschuhten Hand leicht zu bedienen ist. Das gestochen scharfe Bild hilft Ihnen dabei,‎ sich in Rauch zurechtzufinden und schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Durch Anschließen einer Kamera der Serie FLIR Kx an FLIR Tools/Tools+ erhalten Sie Zugriff auf die Einstellungen in der Kamera.

20.3.2  Registerkarte Allgemeine Einstellungen

20.3.2.1   Abbildung

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20.3.2.2   Erläuterung

Bereich Firmware-Informationen : Um zu überprüfen,‎ ob eine neuere Version der Firmware der Kamera existiert,‎ klicken Sie auf Auf Updates prüfen ,‎ und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
Bereich Werkseinstellungen wiederherstellen : Um alle Kameraeinstellungen auf die Standardeinstellungen zurückzusetzen,‎ klicken Sie auf Wiederherstellen .

20.3.3  Registerkarte Benutzeroberfläche

20.3.3.1   Abbildung

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20.3.3.2   Erläuterung

Bereich Kameramodi: Um festzulegen,‎ welche Kameramodi in der Kamera aktiviert sein sollen,‎ wählen Sie den Kamermodus. Weitere Informationen zu jedem Kameramodus finden Sie in dem Abschnitt 20.3.4 Erläuterung der unterschiedlichen Kameramodi .
Bereich Grundverstärkungsmodus:
  • Automatischer Grundverstärkungsmodus: Auswählen,‎ damit die Kamera je nach Bildtemperatur zwischen dem hohen und dem niedrigen Empfindlichkeitsbereich wechselt. Die Kamera wechselt bei einer Temperatur von +‎150 °C zwischen den beiden Modi.
  • Geringer Grundverstärkungsmodus: Auswählen,‎ damit die Kamera nur im niedrigen Empfindlichkeitsbereich arbeitet. Dies hat den Vorteil,‎ dass die Kamera keine Inhomogenitätskorrektur durchführt,‎ wenn ein Objekt mit Temperatur über +‎150 °C im Bild erscheint. Nachteile sind allerdings eine niedrigere Empfindlichkeit und mehr Signalrauschen.
Bereich Benutzerdefiniertes Startbild hinzufügen: Um beim Start Ihr eigenes unverwechselbares Startbild anzeigen zu lassen,‎ klicken Sie auf Browse ,‎ und navigieren Sie zu der Bilddatei. Dies ist zum Beispiel hilfreich,‎ um die Kameras Ihrer Feuerwehrwache zu identifizieren. Sie können auch das Logo Ihrer Feuerwehr und eine eindeutige Identifikationsnummer in das Bild einarbeiten und so leicht den Überblick über Ihre Kameras bewahren.

20.3.4  Erläuterung der unterschiedlichen Kameramodi

20.3.4.1  Standardmodus

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Abbildung 20.6  Standardmodus.

Der Standardmodus ist der Default-Modus der Kamera. Er ist ein Mehrzweckmodus für die Erstbekämpfung eines Brandes mit Bergungsoperationen und Brandeindämmung. Die Kamera wechselt automatisch zwischen dem Hochempfindlichkeitsbereich und dem Niedrigempfindlichkeitsbereich,‎ um ein optimales Infrarotbild zu erhalten,‎ während gleichzeitig eine sichere und konsistente farbige Wärmedarstellung des Brandorts angezeigt wird.
  • Automatischer Bereich.
  • Farbige Wärmedarstellung: +‎150 °C bis +‎500 °C.
  • Bereich mit hoher Sensitivität: –20 °C bis +‎150 °C.
  • Bereich mit niedriger Empfindlichkeit: 0 °C bis +‎500 °C.

20.3.4.2  Schwarz-Weiß-Feuerlöschmodus

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Abbildung 20.7  Schwarz-Weiß-Feuerlöschmodus.

Der Schwarz-Weiß-Feuerlöschmodus ist ein standardisierter Feuerlöschmodus,‎ der auf dem Standardmodus basiert. Es ist ein Mehrzweckmodus für die ersten Maßnahmen der Brandbekämpfung,‎ welche Bergungsoperationen und die Eindämmung des Brandes umfassen. Er wurde speziell für Feuerwehrdienste entwickelt,‎ die keine Funktion zur farblichen Darstellung der Wärme verwenden möchten.
Die Kamera wechselt automatisch zwischen dem Bereich mit hoher Sensitivität und dem Bereich mit niedriger Sensitivität,‎ um ein optimales Infrarotbild zu bieten
  • Automatischer Bereich.
  • Bereich mit hoher Sensitivität: –20 °C bis +‎150 °C.
  • Bereich mit niedriger Empfindlichkeit: 0 °C bis +‎500 °C.

20.3.4.3  Feuermodus

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Abbildung 20.8  Feuermodus.

Der Feuermodus ist dem Standardmodus ähnlich,‎ jedoch ist der Temperatur-Startpunkt zur farblichen Darstellung der Wärme höher. Er ist für Brandstellen mit hohen Hintergrundtemperaturen geeignet,‎ bei denen bereits viele offene Flammen und eine hohe Hintergrundtemperatur vorhanden sind. Die Kamera wechselt automatisch zwischen dem Bereich mit hoher Empfindlichkeit und dem Bereich mit niedriger Empfindlichkeit,‎ um ein optimales Infrarotbild zu bieten und gleichzeitig eine sichere und konsistente farbliche Darstellung der Wärme beizubehalten.
  • Automatischer Bereich.
  • Farbige Wärmedarstellung: +‎250 °C bis +‎500 °C
  • Bereich mit hoher Sensitivität: –20 °C bis +‎150 °C.
  • Bereich mit niedriger Empfindlichkeit: 0 °C bis +‎500 °C.

20.3.4.4  Such- und Bergungsmodus

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Abbildung 20.9  Such- und Bergungsmodus.

Der Such- und Bergungsmodus ist optimiert,‎ um während der Suche nach Menschen in Landschaften,‎ Gebäuden oder bei Verkehrsunfällen einen hohen Kontrast im Infrarotbild beizubehalten.
  • Nur Hochempfindlichkeitsbereich.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: +‎100 °C bis +‎150 °C.
  • Bereich mit hoher Sensitivität: –20 °C bis +‎150 °C.

20.3.4.5  Wärmeerkennungsmodus

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Abbildung 20.10  Wärmeerkennungsmodus.

Der Wärmeerkennungsmodus ist für die Suche nach Brandherden (Hotspots)‎ während der Revision nach Löschen des Feuers optimiert – typischerweise um sicherzustellen,‎ dass keine versteckten Glutnester mehr vorhanden sind. Dieser Modus kann auch verwendet werden,‎ um Wärmemuster zu finden (beispielsweise von Menschen in Fahrzeugen nach einem Unfall)‎,‎ um sicherzustellen,‎ dass alle Personen geborgen wurden. Dieser Modus kann zudem verwendet werden,‎ um nach Menschen in Gewässern und offenen Landschaften zu suchen.
  • Nur Hochempfindlichkeitsbereich.
  • Farbliche Darstellung der Wärme: nur die Bereiche mit den höchsten Temperaturen (20 %)‎ des betrachteten Motivs.
  • Bereich mit hoher Sensitivität: –20 °C bis +‎150 °C.

20.3.4.6  Kälteerkennungsmodus

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Abbildung 20.11  Kälteerkennungsmodus.

Der Kälteerkennungsmodus ist hervorragend dafür geeignet,‎ kalte Stellen wie z. B. Luftzüge und -strömungen zu erkennen.
  • Nur Hochempfindlichkeitsbereich.
  • Farbliche Darstellung der Kälte: nur die Bereiche mit den tiefsten Temperaturen (die niedrigsten 20 %)‎ des betrachteten Motivs.
  • Bereich mit hoher Sensitivität: –20 °C bis +‎150 °C.

20.3.4.7  Gebäudeanalysemodus

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Abbildung 20.12  Gebäudeanalysemodus.

Der Gebäudeanalysemodus ist hervorragend für die Betrachtung von Gebäuden und die Erkennung von gebäudetypischen Auffälligkeiten geeignet. Das Wärmebild gibt über die Struktur,‎ die mechanischen Elemente sowie die elektrischen und Wasserleitungen Aufschluss und zeigt Ihnen,‎ an welchen Stellen eventuell Feuchtigkeit oder Luft eindringen.
In diesem Modus werden die Temperaturen mit einer Eisenfarbpalette abgebildet. Hier zeigen schwarz,‎ blau und lila die kältesten Bereiche an. Rot,‎ orange und gelb stellen die mittleren Temperaturbereiche dar,‎ und die wärmsten Bereiche sind weiß. Die Temperaturskala wird automatisch an die Temperaturen des jeweiligen Wärmebildes angepasst.